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Home Angelwissen

Fischen am Bodensee: Fischarten, Angelplätze und wichtige Tipps

Roman Esch Von Roman Esch
August 21, 2026
in Angelwissen
Fischen am Bodensee: Fischarten, Angelplätze und wichtige Tipps
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Inhaltsverzeichnis

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  • Fischen am Bodensee: Fischarten, Angelplätze und wichtige Tipps
    • Warum das Fischen am Bodensee besonders ist
    • Welche Fische kann man am Bodensee fangen?
      • Hecht
      • Barsch
      • Felchen
    • Zander am Bodensee
    • Seeforellen gehören zu den besonderen Fischen des Bodensees
    • Karpfen und Friedfische am Bodensee
    • Gibt es Welse im Bodensee?
    • Vom Ufer am Bodensee angeln
      • Uferzugang bedeutet nicht automatisch Angelerlaubnis
    • Fischen am Bodensee vom Boot
    • Schleppfischen am Bodensee
    • Spinnfischen am Bodensee
    • Felchenfischen mit der Hegene
    • Die richtige Stelle ist wichtiger als der perfekte Köder
    • Jahreszeiten beim Fischen am Bodensee
      • Frühjahr
      • Sommer
      • Herbst
      • Winter
    • Obersee und Überlinger See: Was ist beim Angeln zu beachten?
    • Angeln am Untersee
    • Fischereischein und Angelerlaubnis sind zwei verschiedene Dinge
    • Schonzeiten und Mindestmaße am Bodensee
    • Wind am Bodensee richtig einschätzen
    • Wasserstand und Sichttiefe
    • Tageszeit: Wann lohnt sich das Fischen am Bodensee?
    • Braucht man ein Echolot am Bodensee?
    • Welche Ausrüstung braucht man zum Angeln am Bodensee?
    • Typische Fehler beim Fischen am Bodensee
    • Meine wichtigsten Erfahrungen am Bodensee
    • FAQ zum Fischen am Bodensee
      • Darf man am Bodensee einfach angeln?
      • Wo darf man am Bodensee vom Ufer angeln?
      • Welche Fische kann man am Bodensee angeln?
      • Kann man am Bodensee Hechte fangen?
      • Kann man ohne Boot am Bodensee angeln?
      • Welche Angelmethode ist typisch für den Bodensee?
      • Wo bekommt man eine Angelkarte für den Bodensee?
      • Ist Angeln am Bodensee für Anfänger geeignet?
      • Was ist beim Bootsangeln am Bodensee besonders wichtig?
      • Wann ist die beste Jahreszeit zum Fischen am Bodensee?
    • Fazit: Fischen am Bodensee lebt von Gewässerkenntnis

Fischen am Bodensee: Fischarten, Angelplätze und wichtige Tipps

Fischen am Bodensee ist abwechslungsreicher, als es die riesige Wasserfläche auf den ersten Blick vermuten lässt. Zwischen flachen Uferzonen, steil abfallenden Halden, Häfen, Schilfkanten und tiefem Freiwasser lassen sich völlig unterschiedliche Fischarten und Angelmethoden verfolgen. Hecht, Barsch, Zander, Felchen, Karpfen, Seeforelle und zahlreiche Weißfische gehören zu den Arten, die für Angler interessant sind. Selbst Welse werden im Bodensee gefangen.

Ich angle selbst regelmäßig am Bodensee und kenne besonders den Bereich rund um den Untersee aus der Praxis. Dabei zeigt sich immer wieder, dass am Bodensee nicht unbedingt derjenige erfolgreich ist, der möglichst weit wirft oder möglichst viel Ausrüstung besitzt. Viel wichtiger sind Gewässerkenntnis, Jahreszeit, Wind, Wassertiefe und die Frage, wo sich die Beutefische gerade befinden. Gerade aufgrund seiner Größe verlangt der See deutlich mehr Planung als ein kleiner Baggersee oder Vereinsweiher.

Wer angeln möchte am Bodensee, sollte außerdem beachten, dass der See nicht als ein einziges einheitliches Angelgewässer betrachtet werden kann. Obersee, Überlinger See, Untersee und einzelne Fischereirechte unterscheiden sich teilweise bei Erlaubnisscheinen und räumlichen Regelungen. Dieser Ratgeber erklärt deshalb nicht nur Fischarten und Methoden, sondern auch, wie du das Gewässer sinnvoll liest und welche Bereiche sich für unterschiedliche Zielfische anbieten.

ZielfischBereiche & Methode
HechtKraut, Kanten, Freiwasser · Spinnfischen, Schleppen
BarschHäfen, Stege, Kanten · Spinnfischen
ZanderKanten, Steinbereiche, Häfen · Gummifisch, Köderfisch
Felchentiefes Freiwasser · Hegene
SeeforelleFreiwasser, Strukturen · Schleppen, Spinnfischen
KarpfenBuchten, Schilf · Ansitzangeln
WeißfischeUfer, Häfen, Buchten · Pose, Grundmontage
WelsTiefe, Kanten · Ansitz, Spinnfischen

Warum das Fischen am Bodensee besonders ist

Der Bodensee ist kein Gewässer, an dem man jeden Zielfisch mit derselben Strategie erreicht. Seine enorme Fläche, unterschiedliche Tiefen und die stark variierenden Uferstrukturen sorgen dafür, dass sich die Bedingungen bereits auf wenigen Kilometern deutlich verändern können.

Am Untersee gibt es beispielsweise große flachere Bereiche, Schilfgürtel, Buchten und Übergänge in tiefere Zonen. Der Überlinger See ist dagegen an vielen Stellen deutlich steiler und tiefer. Im Obersee kommt zusätzlich eine riesige Freiwasserfläche hinzu. Wer fischen möchte am Bodensee, muss deshalb zunächst verstehen, welchen Teil des Sees er überhaupt befischt.

Auch Wind spielt eine wesentlich größere Rolle als an kleinen Gewässern. Eine Stelle, die morgens nahezu spiegelglatt ist, kann wenige Stunden später erheblichen Wellengang aufweisen. Vom Boot aus ist die Wetterentwicklung deshalb nicht nur für den Fangerfolg, sondern vor allem für die Sicherheit entscheidend.

Hinzu kommt die enorme Sichtweite unter Wasser. Der Bodensee ist in vielen Bereichen vergleichsweise klar. Fische können dadurch stärker auf Licht, Tiefe und Tageszeit reagieren, und auch die Präsentation von Ködern kann entscheidend werden.

Welche Fische kann man am Bodensee fangen?

Die Artenvielfalt ist einer der Gründe, warum das Fischen am Bodensee so interessant ist. Die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei erfasst regelmäßig die Fänge der Berufs- und Angelfischerei. In den Fangstatistiken des Obersees finden sich unter anderem Felchen, Seeforellen, Seesaiblinge, Hechte, Zander, Barsche, Karpfen, Schleien, Brachsen, Aale und Welse.

Für Angler sind insbesondere Hecht und Barsch sehr bedeutend. Aber auch Karpfen, Zander und Felchen spielen eine große Rolle. Welche Art sinnvoll befischt werden kann, hängt stark von Jahreszeit und Gewässerbereich ab.

Hecht

Der Hecht gehört für mich zu den interessantesten Fischen des Bodensees. Besonders gerne fische ich auf Hecht mit der Schleppangel. Dabei lässt sich vom Boot aus eine große Wasserfläche absuchen, was an einem so großen Gewässer ein erheblicher Vorteil ist.

Gefangener Hecht auf dem Boden eines Angelboots auf dem Bodensee

Hechte findet man allerdings nicht ausschließlich im Freiwasser. Krautfelder, Kanten, flachere Buchten und Bereiche mit vielen Beutefischen können ebenfalls hervorragend sein. Die Standplätze verändern sich mit der Jahreszeit deutlich. Im Sommer sind strukturreiche und bewachsene Bereiche interessant, während im Herbst und Winter tiefere Zonen und Ansammlungen von Beutefischen zunehmend wichtiger werden können.

Wer speziell die kalte Jahreszeit verstehen möchte, findet im Ratgeber Wo stehen Hechte im Winter? eine ausführliche Erklärung zu Kanten, Beutefisch, Tiefe und Winterstandplätzen.

Barsch

Barsche lassen sich am Bodensee mit sehr unterschiedlichen Methoden befischen. Kleine Gummifische, Spinner, Wobbler und andere Kunstköder funktionieren ebenso wie natürliche Köder.

Besonders interessant sind Bereiche mit Struktur. Hafenanlagen, Stege, Kanten und Ansammlungen kleiner Beutefische sind klassische Ausgangspunkte. Barsche treten häufig in Gruppen auf. Ein gefangener Fisch ist deshalb immer ein guter Grund, denselben Bereich noch einmal gründlich abzufischen.

Im klaren Bodenseewasser kann es außerdem sinnvoll sein, Ködergröße und Präsentation an die vorhandenen Beutefische anzupassen. Gerade kleinere Barsche konzentrieren sich häufig auf kleine Futterfische und andere Wasserorganismen.

Felchen

Felchen sind eng mit dem Bodensee verbunden und verlangen eine völlig andere Technik als Hecht oder Barsch. Typischerweise werden sie mit einer Hegene befischt, an der mehrere künstliche Nymphen angeboten werden.

Dabei spielt die richtige Tiefe eine zentrale Rolle. Felchen können sich je nach Jahreszeit, Temperatur und Nahrung in unterschiedlichen Wasserschichten aufhalten. Vom Boot aus ist ein Echolot deshalb besonders hilfreich, um Fischschwärme und die relevante Tiefe zu finden.

Ich habe diesem Thema einen eigenen ausführlichen Ratgeber gewidmet. Wenn du gezielt auf diese Fischart gehen möchtest, findest du unter Felchen angeln am Bodensee meine Erfahrungen, Methoden und Hinweise zur Platzwahl.

Zander am Bodensee

Zander kommen ebenfalls im Bodensee vor, sind aber nicht überall gleichmäßig verteilt. Interessant sind insbesondere strukturierte Bereiche, Kanten, Häfen und Zonen, an denen sich Beutefische sammeln.

Mehrere gefangene Zander nach dem Angeln am Bodensee

Tagsüber können tiefere Bereiche interessant sein. In der Dämmerung und nachts ziehen Zander teilweise in flachere Zonen. Diese Veränderungen machen es sinnvoll, einen Platz nicht nur nach seiner maximalen Tiefe zu beurteilen.

Aktiv lassen sich Zander mit Gummifischen befischen. Wer lieber einen natürlichen Köder verwendet, kann einen toten Köderfisch gezielt an geeigneten Bereichen anbieten. Unsere ausführliche Anleitung Angeln auf Zander mit Köderfisch erklärt dafür Grund- und Posenmontagen sowie die richtige Köderpräsentation.

Gerade am Bodensee sollte beim Zanderangeln außerdem immer mit Hecht gerechnet werden. Beide Räuber können dieselben Bereiche nutzen. Vorfach und gesamte Montage müssen deshalb entsprechend gewählt werden.

Seeforellen gehören zu den besonderen Fischen des Bodensees

Die Seeforelle ist einer der faszinierendsten Fische des Sees. Sie verbringt einen großen Teil ihres Lebens im Bodensee und zieht zum Laichen in geeignete Zuflüsse. Dadurch unterscheidet sich ihr Lebenszyklus deutlich von vielen typischen Standfischen.

Für Angler ist sie anspruchsvoll. Das große Freiwasser und die wechselnden Standtiefen erschweren eine gezielte Suche. Schleppfischen ist deshalb eine bekannte Methode, weil damit größere Flächen und verschiedene Tiefen systematisch abgesucht werden können.

Gerade bei Seeforellen müssen Schonzeit und Mindestmaß unbedingt aktuell geprüft werden. Für den Obersee einschließlich Überlinger See enthält die baden-württembergische Bodenseefischereiverordnung eigene Bestimmungen. Die offiziellen Vorgaben sollten vor jeder Tour überprüft werden, weil zusätzliche Einzelanordnungen Änderungen bringen können. Das Regierungspräsidium Tübingen stellt sowohl die Bodenseefischereiverordnung als auch aktuelle Einzelanordnungen bereit.

Karpfen und Friedfische am Bodensee

Der Bodensee wird häufig zuerst mit Raubfischen und Felchen verbunden. Dabei lassen sich auch Karpfen und verschiedene Friedfische fangen.

Gerade flachere und im Frühjahr schneller erwärmte Bereiche können interessant sein. Schilfkanten, Buchten und ruhige Uferzonen bieten Nahrung und Deckung. Je nach Gewässerabschnitt können auch Brassen, Rotaugen, Rotfedern oder Schleien vorkommen.

Beim Ansitz kommt es stärker auf eine gezielte Platzwahl an als auf große Mobilität. Eine einfache Grund- oder Posenmontage kann hier völlig ausreichen. Grundlagen zu dieser ruhigen Form des Angelns findest du in unserem Ratgeber Ansitzangeln.

Gerade an großen Gewässern sollte man nicht automatisch möglichst weit hinauswerfen. Fische können sich zu bestimmten Jahreszeiten erstaunlich nah am Ufer befinden. Ein sauber ausgewählter Platz ist wichtiger als maximale Wurfweite.

Gibt es Welse im Bodensee?

Ja. Welse gehören ebenfalls zum Fischbestand des Bodensees und tauchen auch in den offiziellen Fangstatistiken auf.

Gefangener Wels auf kiesigem Uferboden

Die Art profitiert grundsätzlich von wärmeren Bedingungen und kann beachtliche Größen erreichen. Wer gezielt auf Wels fischt, benötigt ausreichend kräftiges Gerät. Dabei sind tiefere Bereiche, Kanten und Zonen mit Beutefischen mögliche Ausgangspunkte.

Ich habe selbst schon einen jungen Wels beim Blinkern auf Hecht in einem Gewässer im Bodensee-Umland gefangen. Der Fisch war überhaupt nicht mein Zielfisch und zeigte sehr schön, dass Kunstköder manchmal unerwartete Beifänge bringen können.

Mehr zu Ködern, Grundmontagen und aktivem Welsangeln findest du unter Angeln auf Wels.

Vom Ufer am Bodensee angeln

Wer kein eigenes Boot besitzt, kann trotzdem angeln am Bodensee. Allerdings unterscheidet sich die Erreichbarkeit guter Stellen stark. Viele Uferbereiche sind flach, bewachsen, privat oder aus Naturschutzgründen nicht zugänglich. Andere Stellen fallen dagegen schnell in größere Tiefen ab und ermöglichen auch vom Ufer aus interessantes Angeln.

Ein guter Uferplatz sollte deshalb nicht allein danach ausgewählt werden, wie bequem er erreichbar ist. Interessanter sind sichtbare oder bekannte Strukturen. Dazu gehören:

  • Hafeneinfahrten
  • steil abfallende Ufer
  • Schilfkanten
  • Landzungen
  • Kanten zwischen Flach- und Tiefwasser
  • Mündungsbereiche, sofern dort das Angeln erlaubt ist
  • Bereiche mit regelmäßigem Beutefischaufkommen

Gerade an klaren Tagen lohnt es sich, das Wasser zunächst zu beobachten. Kleine Fische an der Oberfläche, jagende Barsche oder plötzlich flüchtende Fischschwärme verraten häufig mehr als zehn zufällige Würfe.

Uferzugang bedeutet nicht automatisch Angelerlaubnis

Ein frei zugänglicher Platz ist nicht zwangsläufig ein erlaubter Angelplatz. Für den baden-württembergischen Obersee beschreibt ForstBW beispielsweise genau, für welchen Bereich die jeweilige Ufer- beziehungsweise Bootserlaubnis gilt. Auch Schonbezirke und ausgenommene Bereiche sind auf den offiziellen Fischereikarten verzeichnet.

Naturschutzgebiete und lokale Einschränkungen müssen zusätzlich berücksichtigt werden. Deshalb gehört die aktuelle Karte beziehungsweise Gewässerordnung für mich genauso zur Vorbereitung wie Rute und Köder.

Fischen am Bodensee vom Boot

Das Boot eröffnet am Bodensee völlig andere Möglichkeiten. Tiefe Kanten, Freiwasser, Felchenschwärme und weit vom Ufer entfernte Hechtplätze werden überhaupt erst sinnvoll erreichbar.

Gerade beim Felchenangeln ist das Boot praktisch unverzichtbar, wenn die Fische im tiefen Wasser stehen. Auch beim Schleppfischen auf Hecht oder Seeforelle ermöglicht es, lange Bereiche systematisch abzusuchen.

Trotzdem sollte die Größe des Bodensees nicht unterschätzt werden. Wetterwechsel können schnell auftreten. Wind und Wellen entwickeln auf mehreren Kilometern freier Wasserfläche deutlich mehr Kraft als auf einem kleinen See.

Ein vollständig vorbereitetes Boot, Rettungswesten, aktuelle Wetterinformationen und Kenntnisse der Sturmwarnsignale gehören deshalb zur grundlegenden Vorbereitung. Für motorisierte und größere Boote gelten außerdem die schifffahrtsrechtlichen Vorgaben des Bodensees. Der Bodenseekreis weist darauf hin, dass Boote entsprechend zugelassen sein müssen und abhängig von Motorisierung beziehungsweise Segelfläche ein Bodenseeschifferpatent notwendig sein kann.

Schleppfischen am Bodensee

Schleppfischen gehört für mich persönlich zu den spannendsten Methoden auf Hecht. Der große Vorteil am Bodensee liegt darin, dass mit mehreren kontrollierten Bahnen große Wasserflächen abgesucht werden können.

Dabei sollte man allerdings nicht planlos über den See fahren. Kanten, Plateaus, Beutefischschwärme und bekannte Übergänge zwischen unterschiedlichen Tiefen sind wesentlich interessanter als vollkommen strukturlose Bereiche.

Die Lauftiefe des Köders muss ebenfalls berücksichtigt werden. Wobbler, Gummifische oder andere Schleppköder können je nach Modell, Geschwindigkeit, Schnurlänge und zusätzlicher Beschwerung völlig unterschiedliche Tiefen erreichen.

Schleppfischen vom Angelboot auf dem Bodensee mit ausgelegter Schleppleine

Wichtig ist außerdem die geltende Bodenseefischereiverordnung. Für den Obersee gelten beispielsweise besondere Vorschriften für die Schleppfischerei sowie zeitliche Einschränkungen. Die Verordnung nennt unter anderem ein Schleppfischereiverbot vom 1. November, 12 Uhr, bis zum 10. Januar, 12 Uhr. Vor einer Tour sollte dennoch immer die aktuell gültige Fassung einschließlich möglicher Einzelanordnungen geprüft werden.

Spinnfischen am Bodensee

Spinnfischen ist deutlich flexibler. Vom Ufer können interessante Bereiche schnell abgesucht werden, während man vom Boot Kanten und Beutefischschwärme gezielt anfährt.

Je nach Zielfisch kommen Gummifische, Spinner, Blinker und Wobbler zum Einsatz. Einen Blinker kann man beispielsweise durch unterschiedliche Absinkzeiten in mehreren Tiefen führen. Gerade an einer Kante ist das praktisch, weil mit demselben Köder verschiedene Wasserschichten kontrolliert werden können.

Wie diese Köder geführt werden und welche Rolle Geschwindigkeit und Absinkphasen spielen, erklären wir ausführlicher unter Mit Blinker angeln.

Beim Spinnfischen am Bodensee würde ich grundsätzlich lieber eine interessante Struktur gründlich befischen als unzählige Würfe über völlig gleichförmiges Wasser zu machen. Ein großer See verleitet schnell dazu, möglichst viel Fläche abdecken zu wollen. Häufig liegen die entscheidenden Unterschiede aber in wenigen Metern.

Felchenfischen mit der Hegene

Die Hegene ist wahrscheinlich eine der typischsten Angelmethoden des Bodensees. Mehrere Nymphen werden in unterschiedlichen Höhen präsentiert, wodurch sich eine größere Wassersäule abdecken lässt.

Entscheidend ist zunächst, die Fische zu finden. Felchen können sich je nach Bedingungen in sehr unterschiedlichen Tiefen aufhalten. Ein Echolot erleichtert die Suche erheblich, ersetzt aber nicht die richtige Köderführung.

Die Hegene wird meist sehr fein geführt. Kleine Bewegungen reichen aus, um den Nymphen Leben einzuhauchen. Aggressives Jiggen ist normalerweise nicht notwendig.

Gerade Einsteiger konzentrieren sich häufig zu stark auf die Farbe der Nymphen. Farbe kann eine Rolle spielen, aber die richtige Tiefe ist meiner Erfahrung nach mindestens genauso wichtig. Eine perfekte Nymphe hilft wenig, wenn sie zehn Meter oberhalb oder unterhalb des Schwarms angeboten wird.

Die richtige Stelle ist wichtiger als der perfekte Köder

Beim Fischen am Bodensee entsteht schnell der Eindruck, man müsse für jeden Tag einen neuen Spezialköder kaufen. In der Praxis ist die Platzwahl sehr häufig der entscheidendere Faktor.

Ein Hechtköder kann hervorragend laufen. Befindet sich an der befischten Stelle aber kein Hecht und kein Beutefisch, hilft die beste Aktion wenig. Dasselbe gilt für Barsche, Zander und Felchen.

Ich achte deshalb besonders auf drei Punkte:

  1. Struktur: Gibt es Kanten, Kraut, Steine, Hafenbereiche oder andere Veränderungen?
  2. Beutefisch: Sind kleine Fische sichtbar oder auf dem Echolot zu erkennen?
  3. Tiefe: In welcher Wasserschicht spielt sich aktuell das Leben ab?

Erst danach wird die Köderwahl wirklich interessant.

Jahreszeiten beim Fischen am Bodensee

Der Bodensee verändert sich im Jahresverlauf deutlich. Ein Platz, der im Mai hervorragend funktioniert, kann im August nahezu leer wirken. Erfolgreiches Angeln am Bodensee bedeutet deshalb auch, die saisonalen Bewegungen der Fische zu berücksichtigen.

Frühjahr

Im Frühjahr erwärmen sich flache Bereiche schneller als das tiefe Freiwasser. Dadurch werden Buchten, Schilfkanten und andere flache Zonen für verschiedene Fischarten interessanter.

Friedfische werden aktiver und ziehen in geeignete Bereiche. Räuber können ihnen folgen. Gleichzeitig spielen Schonzeiten im Frühjahr eine besonders wichtige Rolle. Bevor gezielt auf einen bestimmten Fisch geangelt wird, muss deshalb geprüft werden, ob dieser bereits befischt werden darf.

Sommer

Im Sommer kann sich das Geschehen stärker verteilen. Flaches Wasser ist morgens und abends interessant, während sich verschiedene Fischarten tagsüber in tiefere oder strukturierte Bereiche zurückziehen können.

Beim Bootsangeln gewinnt die Suche nach Fischschwärmen jetzt an Bedeutung. Gerade Felchen und Freiwasserräuber können weit vom Ufer entfernt stehen.

Sehr warme Tage erfordern außerdem einen schonenden Umgang mit Fischen. Ein Fisch sollte möglichst schnell versorgt beziehungsweise zurückgesetzt werden, wenn eine Entnahme nicht vorgesehen oder zulässig ist.

Blick aus einem Angelboot über den Bodensee bei Sonnenaufgang

Herbst

Der Herbst gehört für viele Raubfischangler zu den interessantesten Phasen. Beutefische sammeln sich zunehmend, und Hechte sowie Barsche können sehr aktiv werden.

Kanten zwischen flachen und tiefen Bereichen verdienen jetzt besondere Aufmerksamkeit. Auch größere Köder können interessant sein, wenn die Räuber entsprechend größere Beute verfolgen.

Für mich ist das auch eine besonders interessante Phase zum gezielten Hechtangeln.

Winter

Im Winter reduziert sich die Aktivität vieler Fische, sie verschwinden aber natürlich nicht. Der entscheidende Unterschied liegt häufig darin, dass sie räumlich konzentrierter auftreten.

Tiefe Bereiche, Häfen, Kanten und Beutefischansammlungen werden jetzt wichtiger. Bei Hechten sollte man jedoch nicht automatisch nur den tiefsten Punkt des Sees befischen. Welche Standplätze wirklich interessant sind, erklären wir ausführlich unter Wo stehen Hechte im Winter?.

Obersee und Überlinger See: Was ist beim Angeln zu beachten?

Für den baden-württembergischen Bereich von Obersee und Überlinger See benötigt ein Angler einen gültigen Fischereischein sowie eine passende Angelerlaubnis. ForstBW ist für die Ausgabe der entsprechenden Angelerlaubnisscheine zuständig und bietet aktuell sowohl Ufer- als auch kombinierte Boot-und-Ufer-Karten an.

Die Erlaubnis bedeutet allerdings nicht, dass automatisch jedes Ufer und jede Wasserfläche befischt werden darf. Schonbezirke, Naturschutzgebiete, spezielle Fischereirechte und ausgenommene Bereiche müssen berücksichtigt werden.

Ein aktuelles Beispiel zeigt, warum man sich nicht auf ältere Informationen verlassen sollte: ForstBW weist darauf hin, dass der Fährhafen Friedrichshafen seit dem 1. Januar 2026 ganzjährig für die Angelfischerei gesperrt ist, während die Molen seewärts weiterhin befischt werden können.

Genau deshalb würde ich vor jeder neuen Stelle die aktuelle Fischereikarte kontrollieren.

Angeln am Untersee

Der Untersee ist fischereirechtlich nicht einfach eine Fortsetzung des Obersees. Hier gilt eine eigene Fischereiordnung zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz. Zusätzlich bestehen mehrere besondere und private Fischereirechte.

Für den deutschen Bereich wird eine Sportfischerkarte benötigt. Der Landkreis Konstanz informiert aktuell über die Ausgabe der Sportfischerkarten und verlangt bei der Beantragung unter anderem einen gültigen Fischereischein.

Die offizielle Übersichtskarte zeigt außerdem, dass einzelne Bereiche wie Gnadensee, Markelfinger Winkel, Konstanzer Fischwasser oder Teile der Radolfzeller Aach eigene beziehungsweise zusätzliche Fischereiberechtigungen verlangen können.

Gerade für Besucher ist das wichtig. Eine Untersee-Sportfischerkarte bedeutet nicht zwangsläufig, dass damit jede beliebige Bucht rund um Radolfzell, Reichenau oder Konstanz befischt werden darf.

Fischereischein und Angelerlaubnis sind zwei verschiedene Dinge

Ein häufiger Fehler bei Einsteigern ist die Annahme, der Fischereischein allein würde zum Angeln berechtigen.

Der Fischereischein bestätigt grundsätzlich die persönliche Berechtigung beziehungsweise Sachkunde. Zusätzlich benötigt man die Erlaubnis für das konkrete Fischereirecht beziehungsweise Gewässer. Auch die Stadt Konstanz weist ausdrücklich darauf hin, dass zum gültigen Fischereischein die Erlaubnis des Fischereirechtsinhabers hinzukommen muss.

Beim Bodensee ist dieser Unterschied besonders wichtig, weil mehrere Staaten, Behörden und Fischereirechte zusammentreffen.

Vor dem ersten Wurf sollten deshalb mindestens diese Punkte geklärt sein:

  • gültiger Fischereischein
  • richtige Angelerlaubnis für den konkreten Bereich
  • aktuelle Schonzeiten und Mindestmaße
  • Schonbezirke und Naturschutzgebiete
  • zulässige Anzahl und Art der Angelgeräte
  • besondere Regeln für Boot und Schleppfischerei

Schonzeiten und Mindestmaße am Bodensee

Die konkreten Regeln hängen wiederum davon ab, welchen Teil des Bodensees man befischt. Für den Obersee einschließlich Überlinger See enthält die Bodenseefischereiverordnung eigene Schonzeiten, Mindestmaße und Fangbeschränkungen.

So werden beispielsweise Felchen, Äsche sowie See- und Bachforelle ausdrücklich mit artspezifischen Bestimmungen aufgeführt.

Da Vorschriften geändert oder durch aktuelle Einzelanordnungen ergänzt werden können, würde ich in einem Ratgeber bewusst keine lange Liste veröffentlichen, die nach einiger Zeit möglicherweise veraltet ist. Vor dem Angeln ist immer die aktuelle offizielle Gewässerordnung maßgeblich.

Für Hechtangler haben wir das Thema zusätzlich im Artikel Wann hat der Hecht Schonzeit? ausführlicher erklärt.

Wind am Bodensee richtig einschätzen

Wind beeinflusst am Bodensee gleich mehrere Dinge: Bootssicherheit, Wellenhöhe, Köderführung und teilweise auch den Aufenthaltsort der Fische.

Vom Ufer kann auflandiger Wind Nahrung und kleine Fische in bestimmte Bereiche drücken. Das macht die windzugewandte Seite grundsätzlich interessant. Gleichzeitig kann starker Wind das präzise Spinnfischen oder Posenangeln erheblich erschweren.

Vom Boot ist Wind noch wichtiger. Eine zunehmende Welle verändert Drift und Bootsposition schnell. Wer mit einer Hegene möglichst senkrecht unter dem Boot fischen möchte, merkt bereits bei moderater Drift, wie schwierig die Köderkontrolle werden kann.

Bei angekündigten Gewittern oder Sturm sollte die Fischerei vom Boot nicht bis zur letzten Minute ausgereizt werden. Der Bodensee ist groß genug, dass der Weg zurück zum Hafen erheblich länger dauern kann als erwartet.

Wasserstand und Sichttiefe

Auch der Wasserstand verändert erreichbare und interessante Stellen. Flache Buchten und Schilfbereiche können abhängig vom Pegel völlig anders aussehen. Gleichzeitig beeinflusst klares Wasser, wie Fische auf Angler und Köder reagieren.

Bei sehr klarem Wasser können größere Distanz, feinere Präsentationen und natürlichere Köderfarben sinnvoll sein. In trüberen Bereichen dürfen Kontraste stärker ausfallen.

Beim aktiven Raubfischangeln würde ich die Köderfarbe trotzdem nicht überbewerten. Standort, Tiefe und Führung haben für mich zunächst höhere Priorität.

Tageszeit: Wann lohnt sich das Fischen am Bodensee?

Eine allgemeine beste Uhrzeit gibt es nicht. Zielfisch, Jahreszeit, Wetter und Gewässerbereich verändern die Aktivitätsphasen.

Hechte können morgens aktiv sein, aber ebenso mitten am Tag fressen. Zander werden häufig mit Dämmerung und Nacht verbunden, können unter passenden Bedingungen jedoch auch tagsüber gefangen werden. Barsche können sehr kurze, intensive Jagdphasen zeigen.

Gerade am Bodensee lohnt es sich deshalb, eigene Fänge und Bedingungen zu dokumentieren. Über längere Zeit entstehen Muster, die für das eigene Revier wesentlich wertvoller sein können als pauschale Angaben aus dem Internet.

Wer zusätzlich Mondphase und Solunarzeiten beobachten möchte, kann unseren Mondkalender Angeln als weitere Orientierung verwenden. Ich würde solche Daten allerdings nie als Fanggarantie betrachten.

Braucht man ein Echolot am Bodensee?

Notwendig ist ein Echolot nicht, vom Boot kann es aber enorm hilfreich sein. Der größte Vorteil liegt weniger darin, einzelne große Fische auf dem Display zu erkennen, sondern in der Darstellung von Tiefe, Struktur und Fischansammlungen.

Gerade beim Felchenfischen ist die Information über die Tiefe entscheidend. Beim Hechtangeln lassen sich Kanten oder größere Beutefischschwärme finden. Auch beim Zanderangeln können Übergänge und Grundstrukturen sichtbar werden.

Trotzdem sollte man lernen, das Display richtig zu interpretieren. Nicht jeder große Bogen ist ein Hecht und nicht jede Fischwolke garantiert einen Räuber darunter.

Für mich ist das Echolot deshalb ein Werkzeug zur Orientierung und kein Fangautomat.

Welche Ausrüstung braucht man zum Angeln am Bodensee?

Eine einzige Bodensee-Rute gibt es nicht. Die Anforderungen zwischen Felchenfischen und Hechtschleppen sind dafür viel zu unterschiedlich.

Wer ausschließlich vom Ufer auf Barsche fischt, kommt mit einer normalen Spinnausrüstung aus. Für Felchen wird eine feinere Hegenenausrüstung benötigt, während beim Schleppen auf Hecht deutlich kräftigeres Gerät sinnvoll ist.

Unabhängig vom Zielfisch gehören für mich einige Dinge immer zur Grundausstattung: Kescher, Lösezange, Maßband, geeignete Vorfächer, Ersatzmaterial und die notwendigen Fischereidokumente.

Wer verschiedene Kleinteile und Kunstköder übersichtlich organisieren möchte, findet zusätzliche Hinweise in unserem Ratgeber Tacklebox Angeln.

Typische Fehler beim Fischen am Bodensee

Der größte Fehler besteht darin, den Bodensee wie einen kleinen See zu behandeln. Wer wahllos eine Stelle auswählt und anschließend stundenlang dieselbe Wassertiefe befischt, verschenkt einen großen Teil der Möglichkeiten.

Ebenso problematisch ist es, ausschließlich nach bekannten Fangstellen anderer Angler zu suchen. Der Bodensee verändert sich ständig. Wind, Jahreszeit und Beutefisch können dazu führen, dass ein gestern hervorragender Bereich heute praktisch leer ist.

Weitere typische Fehler sind:

  • nur die Köderfarbe wechseln, obwohl der Platz nicht stimmt
  • Wassertiefe nicht berücksichtigen
  • Wind und Wetter vom Boot unterschätzen
  • Schonbereiche nicht vorher prüfen
  • zu lange an vollständig fischleeren Bereichen bleiben
  • Beutefische ignorieren
  • alle Fischarten mit derselben Ausrüstung befischen
  • allein auf Empfehlungen anderer Angler vertrauen

Gewässerkenntnis entsteht vor allem dadurch, dass man selbst beobachtet und Fänge mit den Bedingungen verknüpft.

Meine wichtigsten Erfahrungen am Bodensee

Was ich beim Fischen am Bodensee besonders gelernt habe: Man sollte sich von der Größe des Gewässers nicht dazu verleiten lassen, alles gleichzeitig befischen zu wollen.

Ich angle auf verschiedene Arten und Fischarten im Bodenseegebiet. Besonders gerne gehe ich auf Hecht und nutze dafür auch das Schleppfischen. Gleichzeitig gehören Barsche, Felchen, Forellen, Äschen und Zander zu den Arten, mit denen ich mich am Wasser beschäftige.

Gerade beim Felchenfischen wird deutlich, wie wichtig die Tiefe ist. Beim Hecht wiederum spielen Struktur und Beutefisch eine enorme Rolle. An anderen Stellen kann morgens eine Methode hervorragend funktionieren und wenige Stunden später scheinbar völlig tot sein.

Deshalb verlasse ich mich lieber auf eine Kombination aus eigener Erfahrung, Beobachtung und überprüfbaren Informationen als auf starre Regeln wie „Hechte stehen immer dort“ oder „diese Farbe funktioniert am Bodensee immer“.

Wer noch weitere Grundlagen, Methoden und Zielfisch-Ratgeber sucht, findet auf Fischenlernen.de unsere weiteren Beiträge rund ums Angeln.

FAQ zum Fischen am Bodensee

Darf man am Bodensee einfach angeln?

Nein. Auf deutscher Seite wird grundsätzlich ein gültiger Fischereischein sowie eine für den jeweiligen Gewässerbereich gültige Angelerlaubnis benötigt. Je nach Obersee, Untersee oder besonderem Fischereirecht gelten unterschiedliche Zuständigkeiten und Erlaubnisscheine.

Wo darf man am Bodensee vom Ufer angeln?

Das hängt von der jeweiligen Angelerlaubnis und dem Gewässerabschnitt ab. Frei zugängliches Ufer bedeutet nicht automatisch, dass dort geangelt werden darf. Schonbezirke, Naturschutzgebiete und besondere Fischereirechte müssen berücksichtigt werden.

Welche Fische kann man am Bodensee angeln?

Zu den für Angler interessanten Arten gehören unter anderem Hecht, Barsch, Zander, Felchen, Seeforelle, Karpfen, Schleie, Aal, Weißfische und Wels. Die offiziellen Fangstatistiken des Obersees weisen einen entsprechend vielfältigen Artenbestand aus.

Kann man am Bodensee Hechte fangen?

Ja. Hechte gehören zu den bedeutenden Raubfischen des Bodensees. Sie können in Krautbereichen, an Kanten und im Freiwasser gefunden werden. Spinnfischen und Schleppfischen sind mögliche Methoden.

Kann man ohne Boot am Bodensee angeln?

Ja. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zum Uferangeln. Allerdings sind nicht alle Uferbereiche frei zugänglich oder für die Angelfischerei freigegeben. Eine passende Uferkarte beziehungsweise Angelerlaubnis und die aktuellen Regelungen des jeweiligen Bereichs müssen beachtet werden.

Welche Angelmethode ist typisch für den Bodensee?

Besonders typisch ist das Felchenfischen mit der Hegene. Darüber hinaus sind Spinnfischen, Schleppfischen und verschiedene Formen des Ansitzangelns weit verbreitet.

Wo bekommt man eine Angelkarte für den Bodensee?

Für den baden-württembergischen Obersee und Überlinger See informiert ForstBW über die Angelerlaubnisscheine und bietet deren Beantragung über den eigenen Webshop an. Für den Untersee ist auf deutscher Seite unter anderem der Landkreis Konstanz für die Sportfischerkarte zuständig.

Ist Angeln am Bodensee für Anfänger geeignet?

Grundsätzlich ja. Einsteiger sollten sich jedoch zunächst auf einen Zielfisch und einen überschaubaren Gewässerbereich konzentrieren. Der Versuch, gleichzeitig Felchen, Hecht, Zander und Friedfische zu befischen, macht die Vorbereitung unnötig kompliziert.

Was ist beim Bootsangeln am Bodensee besonders wichtig?

Neben der richtigen Angelerlaubnis sind Wetter, Wind, Sicherheitsausrüstung und die geltenden Schifffahrtsvorschriften wichtig. Der Bodensee kann bei Wetterwechseln schnell anspruchsvoll werden.

Wann ist die beste Jahreszeit zum Fischen am Bodensee?

Das hängt vom Zielfisch ab. Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter bieten jeweils unterschiedliche Möglichkeiten. Für Raubfische ist beispielsweise der Herbst sehr interessant, während Felchen abhängig von Saison und geltenden Schonbestimmungen zu anderen Zeiten gezielt befischt werden.

Fazit: Fischen am Bodensee lebt von Gewässerkenntnis

Fischen am Bodensee bedeutet vor allem, ein außergewöhnlich großes und vielfältiges Gewässer Stück für Stück kennenzulernen. Es gibt nicht den einen besten Platz und auch nicht die eine Angelmethode, die überall funktioniert.

Wer Hechte sucht, muss sich mit Kanten, Kraut und Beutefischen beschäftigen. Beim Felchenfischen entscheidet häufig die richtige Tiefe. Barsche reagieren stark auf Fischansammlungen und Struktur, während Zander noch einmal eigene Standplätze und Aktivitätszeiten haben. Friedfische und Karpfen eröffnen zusätzlich vollkommen andere Möglichkeiten.

Beim Angeln am Bodensee lohnt es sich deshalb, zunächst einen bestimmten Bereich und einen Zielfisch auszuwählen. Danach können geeignete Stellen, Tiefen und Methoden gezielt erarbeitet werden. Mit jedem Angeltag wächst die Gewässerkenntnis und genau diese Erfahrung ist an einem See dieser Größe besonders wertvoll.

Ebenso wichtig ist die rechtliche Vorbereitung. Obersee und Untersee unterscheiden sich bei den Fischereirechten und Erlaubnissen, zusätzliche Schongebiete und lokale Regelungen kommen hinzu. Die aktuellen offiziellen Bestimmungen sollten deshalb immer vor dem Angeln geprüft werden.

Wer das berücksichtigt und nicht nur auf einen vermeintlichen Geheimköder setzt, findet am Bodensee ein enorm vielseitiges Angelrevier. Genau diese Mischung aus großen Freiwasserflächen, flachen Buchten, unterschiedlichen Fischarten und immer neuen Bedingungen macht das Fischen am Bodensee für mich so interessant.

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Roman Esch

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Angler vom Bodensee mit Schwerpunkt auf Hecht- und Barschangeln sowie praxisnahen Angelmethoden, Montagen, Ködern und Ausrüstung. Auf Fischenlernen.de fließen eigene Erfahrungen am Wasser, sorgfältige Recherche und verständliche Anleitungen für Einsteiger und fortgeschrittene Angler zusammen.

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