Tegernsee fischen: Angelkarten, Fangplätze und Tipps
Wer am Tegernsee fischen möchte, findet einen tiefen und klaren Voralpensee mit einem vielseitigen Fischbestand. Renken, Seeforellen, Seesaiblinge, Hechte und Barsche machen das Gewässer sowohl für Friedfischangler als auch für Raubfischangler interessant. Allerdings sollte der Angelausflug vorbereitet werden, denn ein frei zugängliches Ufer bedeutet nicht automatisch, dass dort gefischt werden darf. Außerdem benötigen Angler neben einem gültigen Fischereischein eine Angelkarte für den Tegernsee.
Der See besitzt eine Fläche von rund 890 Hektar und erreicht eine Tiefe von etwa 72 Metern. Dadurch liegen viele interessante Fangbereiche weit vom Ufer entfernt oder in größeren Tiefen. Besonders beim Renkenfischen, Schleppfischen und gezielten Angeln auf Seesaiblinge bietet ein Boot deshalb klare Vorteile.
Ich angle selbst regelmäßig am Bodensee und kenne die besonderen Anforderungen großer Voralpenseen aus eigener Erfahrung. Am Tegernsee habe ich bislang jedoch nicht selbst gefischt. Die Angaben zu Angelkarten, Ansprechpartnern, Fischarten und Fangzeiten in diesem Ratgeber beruhen daher auf den Informationen der örtlichen Fischerei, der Tourismusorganisation und der zuständigen bayerischen Stellen. Konkrete Fänge oder selbst getestete Tegernsee-Spots behaupte ich ausdrücklich nicht.
| Thema | Aktueller Stand |
|---|---|
| Fangzeit | 1. März bis 30. November |
| Erforderlich | Fischereischein und Angelkarte |
| Angelkarten | Tages-, Wochen- und Monatskarten |
| Ausgabestellen | Tegernsee und Bad Wiessee |
| Zugang | vom Boot meist flexibler |
Darf man am Tegernsee angeln?
Grundsätzlich dürfen auch Gastangler am Tegernsee fischen. Ein gültiger Fischereischein allein reicht jedoch nicht aus. Zusätzlich wird ein Erlaubnisschein für den Tegernsee benötigt, der häufig einfach als Angelkarte oder Gastkarte bezeichnet wird.

Die offizielle Tourismusseite nennt als Fangzeit den Zeitraum vom 1. März bis zum 30. November. Das bedeutet nicht, dass innerhalb dieses Zeitraums automatisch jede Fischart ohne Einschränkungen beangelt oder entnommen werden darf. Schonzeiten, Mindestmaße, Fangbegrenzungen und weitere Regeln können sich je nach Fischart unterscheiden. Maßgeblich sind deshalb immer die aktuelle Angelkarte und die zum Zeitpunkt des Angelns geltenden Vorschriften. Die grundlegenden Informationen veröffentlicht die Region auf ihrer Seite zum Angeln am Tegernsee.
Angler mit Wohnsitz in Deutschland benötigen einen in Bayern gültigen Fischereischein. Volljährige Urlauber ohne Wohnsitz in Deutschland können unter bestimmten Voraussetzungen einen bayerischen Jahresfischereischein für Touristen erhalten. Dieser kann für höchstens drei Monate innerhalb eines Jahres gültig gemacht werden. Einzelheiten zur Beantragung erklärt das Bayerische Staatsministerium.
Fischereischein und Angelkarte erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der Fischereischein weist die grundsätzliche Berechtigung zum Angeln nach. Die Angelkarte erlaubt das Fischen am konkreten Gewässer. Beide Dokumente müssen beim Angeln mitgeführt werden.
Wo bekommt man eine Angelkarte für den Tegernsee?
Die wichtigste Anlaufstelle ist die Fischerei Tegernsee. Nach eigenen Angaben verkauft sie von Anfang März bis Ende November Angelkarten. Angeboten werden Tages-, Wochen- und Monatskarten. Einen aktuellen Preis veröffentlicht die Fischerei auf ihrer Website derzeit nicht, weshalb eine telefonische Nachfrage vor der Anfahrt sinnvoll ist.
Folgende Ansprechpartner werden offiziell genannt:
- Fischerei Tegernsee: Seestraße 42, 83684 Tegernsee, Telefon 08022 1561
- Fischerei Bistro Mai Liabba: Überfahrtweg 15, 83707 Bad Wiessee, Telefon 08022 857495
Die Fischerei Tegernsee schreibt, dass Angelkarten an ihren Öffnungstagen in Tegernsee bereits ab 6 Uhr erhältlich sind. Im Bistro in Bad Wiessee beginnt die Kartenausgabe an Öffnungstagen nach den veröffentlichten Angaben ab 9 Uhr. Da Öffnungszeiten, Ruhetage und saisonale Abläufe geändert werden können, empfiehlt sich vor allem bei einer weiten Anreise ein kurzer Anruf.
Bei der Ausgabe sollte man nicht nur nach dem Preis fragen. Ebenso wichtig sind die Regeln für das laufende Angeljahr. Dazu gehören erlaubte Köder, Rutenanzahl, Fangbegrenzungen, gesperrte Bereiche und mögliche Sonderbestimmungen für einzelne Fischarten. Wer ein Boot einsetzen möchte, sollte außerdem klären, welche Antriebsarten beim Angeln erlaubt sind.
Veraltete Preislisten aus Foren oder älteren Vereinsbeiträgen eignen sich höchstens als grobe Orientierung. Ein Preis von vor mehreren Jahren sagt nichts darüber aus, was eine Tageskarte heute kostet. Für einen verlässlichen Reiseplan sollte deshalb immer die Fischerei selbst kontaktiert werden.
Wo kann man am Tegernsee fischen?
Der Tegernsee ist von Gmund im Norden, Bad Wiessee im Westen, Rottach-Egern im Süden und der Stadt Tegernsee am Ostufer umgeben. In allen Bereichen gibt es Uferzugänge, Stege, Promenaden und Häfen. Das macht jedoch nicht jede erreichbare Stelle zu einem erlaubten Angelplatz.
Teile des Ufers befinden sich in privater Nutzung. Hinzu kommen Badebereiche, Häfen, Schiffsanleger, Zuflüsse und weitere Zonen, an denen das Angeln eingeschränkt oder ausgeschlossen sein kann. Deshalb sollte die Einweisung beim Kauf der Angelkarte ernst genommen werden. Optimal ist eine Gewässerkarte, auf der erlaubte und gesperrte Abschnitte eindeutig markiert sind.
Gmund und der nördliche Seebereich
Am Nordende wird der Tegernsee flacher und geht in Richtung des Seeauslaufs bei Gmund über. Solche Übergänge können für Barsche, Weißfische und zeitweise auch Hechte interessant sein. Gleichzeitig können am Auslauf sowie in der Nähe von Zuflüssen besondere Abgrenzungen gelten. Vor dem ersten Wurf muss daher geklärt werden, wo das Fischereirecht des Tegernsees endet und welche Uferabschnitte genutzt werden dürfen.
Bad Wiessee am Westufer
Das Westufer bietet mehrere öffentlich erreichbare Bereiche und einen guten Ausgangspunkt für die Kartenausgabe. Vom Ufer lassen sich vor allem sichtbare Kanten, Stege und Übergänge zu tieferem Wasser absuchen, sofern das Angeln dort erlaubt ist. Wegen des klaren Wassers und des Freizeitbetriebs lohnt sich häufig ein früher Beginn, bevor Spaziergänger, Badegäste und Boote für Unruhe sorgen.
Rottach-Egern und die Egerner Bucht
Die südliche Bucht unterscheidet sich von den tiefen Bereichen in der Seemitte. Flachere Zonen und Unterwasserpflanzen können im Verlauf des Jahres Weißfische, Barsche und Hechte anziehen. Allerdings befinden sich rund um Rottach-Egern ebenfalls stark genutzte Uferbereiche. Ein scheinbar guter Platz auf der Landkarte kann vor Ort durch private Grundstücke oder andere Nutzungsregeln unzugänglich sein.
Stadt Tegernsee und das Ostufer
Am Ostufer fällt das Wasser stellenweise schneller ab. Solche Tiefenübergänge sind grundsätzlich interessant, wenn Fische zwischen flachen und tiefen Wasserschichten wechseln. Gleichzeitig ist der nutzbare Platz zwischen Straßen, Bebauung, Promenaden und privaten Grundstücken begrenzt. Für einen ganzen Angeltag bietet ein Boot deshalb häufig deutlich mehr Möglichkeiten als ein einzelner Uferplatz.
Diese vier Bereiche sind lediglich eine Orientierung für die Planung. Sie ersetzen keine aktuelle Gewässerkarte und stellen keine Zusicherung dar, dass an einem bestimmten Steg, Hafen oder Uferabschnitt geangelt werden darf.
Vom Ufer oder vom Boot fischen?
Vom Ufer kann sich ein Versuch auf Barsche, Weißfische, Schleien oder Karpfen lohnen. Auch Hechte kommen zeitweise in flache Bereiche. Die Erfolgsmöglichkeiten hängen jedoch stark von der Jahreszeit, dem verfügbaren Zugang und der Wassertiefe vor dem Angelplatz ab.

Für Renken, Seesaiblinge und Fische im Freiwasser ist ein Boot meist die bessere Wahl. Der See ist bis zu 72 Meter tief, weshalb sich die Standplätze im Jahresverlauf deutlich verlagern können. Mit einem Boot lassen sich Tiefenkanten und Fischschwärme systematisch suchen. Ähnliche Bedingungen kenne ich vom Fischen am Bodensee: An großen und tiefen Seen ist die richtige Position häufig wichtiger als die vermeintlich perfekte Köderfarbe.
Ein eigenes Boot ist nicht zwingend erforderlich. Der Bootsverleih Rottach-Egern bietet ausdrücklich Ruderboote für Angler an. Nach dem derzeit veröffentlichten Stand kostet ein Ruderboot 13 Euro pro Stunde. Für Angler wird auf Anfrage auch eine Tagespauschale angeboten, ein Anker kann kostenfrei bereitgestellt werden. Der Verleih bittet um telefonische Reservierung unter 08022 9273540.
Vor der Buchung sollte ausdrücklich gesagt werden, dass mit dem Boot geangelt werden soll. Bei anderen Bootsverleihern ist das Angeln möglicherweise nicht gestattet, selbst wenn normale Ruder- oder Elektroboote vermietet werden. Außerdem entscheidet die Angelkarte darüber, welche Boote und Antriebe beim Fischen zulässig sind.
Wer ein eigenes Schlauchboot fürs Angeln mitbringen möchte, sollte die Nutzung vorab mit der Fischerei und gegebenenfalls der zuständigen Behörde klären. Neben der grundsätzlichen Zulässigkeit spielen Einsetzstellen, Sicherheitsausrüstung und mögliche Regeln für Motoren eine Rolle. Ohne ausdrückliche Klärung sollte das Boot nicht einfach an einem beliebigen Ufer zu Wasser gelassen werden.
Welche Fische gibt es im Tegernsee?
Die offizielle Tourismusseite nennt Renke, Seesaibling, Hecht, Seeforelle, Barsch, Karpfen, Schleie, Rotauge, Laube und Koppe. Damit deckt der See sehr unterschiedliche Angelmethoden ab.
| Fischart | Typische Methode | Bereich |
|---|---|---|
| Renke | Hegene | tiefes Freiwasser |
| Hecht | Spinn- und Schleppfischen | Kanten und Flachzonen |
| Barsch | kleine Kunstköder | Ufer und Strukturen |
| Seeforelle | Schleppfischen | Freiwasser |
| Seesaibling | tiefe Präsentation | Tiefenbereiche |
| Karpfen und Schleie | Ansitzangeln | ruhige Flachzonen |
Renken mit der Hegene
Renken gehören zu den charakteristischen Fischen tiefer Voralpenseen. Sie halten sich häufig in Schwärmen auf und werden überwiegend mit einer Hegene befischt. Mehrere kleine Nymphen werden dabei in der passenden Tiefe angeboten.
Ein Echolot erleichtert die Suche erheblich. Es zeigt nicht nur mögliche Fischschwärme, sondern auch die Wassertiefe und den Verlauf des Grundes. Ohne diese Informationen kann es lange dauern, bis die richtige Wasserschicht gefunden wird.
Renken und Felchen gehören eng zusammen, und die grundlegende Angelmethode ist vergleichbar. In meinem Ratgeber zum Felchenangeln am Bodensee erkläre ich aus eigener Erfahrung, wie Hegene, Echolot, Drift und Köderführung zusammenspielen. Die dort beschriebenen Grundprinzipien lassen sich auf die Vorbereitung übertragen, die örtlichen Regeln des Tegernsees bleiben jedoch maßgeblich.
Hecht und Barsch
Hechte können in flachen Buchten, entlang von Krautbereichen und an Übergängen zum tieferen Wasser gesucht werden. Im Freiwasser kommt außerdem das Schleppfischen infrage. Wegen der großen Wasserfläche sollte nicht planlos gefahren oder geworfen werden. Interessanter sind klar erkennbare Tiefenwechsel und Bereiche, in denen sich Beutefische sammeln.
Barsche lassen sich mit kleineren Gummifischen, Wobblern, Spinnern oder anderen Kunstködern befischen. In Ufernähe bieten Stege, Kanten und Hafenstrukturen grundsätzlich Orientierung. Ob dort tatsächlich geangelt werden darf, muss jedoch vor Ort geprüft werden.
Bei jeder gezielten oder möglichen Hechtangelei gehört ein bissfestes Vorfach zur Montage. Auch wer eigentlich Barsche fangen möchte, muss in einem Hechtgewässer mit einem Beifang rechnen. Zusätzlich sollte vor dem Angeltag geprüft werden, wann der Hecht Schonzeit hat und welche abweichenden Vorgaben auf der aktuellen Tegernsee-Karte stehen.
Seeforellen und Seesaiblinge
Seeforellen und Seesaiblinge gehören zu den besonderen Zielfischen des Tegernsees. Beide Arten stellen hohe Anforderungen an Platzwahl und Präsentation. Seeforellen werden häufig beim Schleppfischen gesucht, während Seesaiblinge je nach Jahreszeit in erheblichen Tiefen stehen können.
Allgemeine Empfehlungen zum Forellenangeln helfen bei Köderwahl und Geräteabstimmung. An einem großen Voralpensee kommen jedoch weitere Faktoren hinzu: Tiefe, Wassertemperatur, Freiwasser und die genaue Lauftiefe des Köders. Vor allem die besonderen Schonzeiten und Mindestmaße müssen unmittelbar vor dem Angeln kontrolliert werden.
Karpfen, Schleien und Weißfische
Neben den bekannten Salmoniden und Raubfischen leben im Tegernsee auch Karpfen, Schleien, Rotaugen und Lauben. Für einen Ansitz kommen ruhige und flachere Uferbereiche infrage, sofern sie zugänglich und zum Angeln freigegeben sind.
Gerade in einem sehr klaren See sollte das Futter sparsam eingesetzt werden. Große Futtermengen sind nicht automatisch erfolgreicher und können je nach Angelkarte eingeschränkt sein. Eine unauffällige Montage und Ruhe am Platz sind häufig wichtiger.
Wann ist die beste Zeit zum Fischen?
Die allgemeine Fangzeit reicht laut Tourismusorganisation vom 1. März bis zum 30. November. Innerhalb dieser neun Monate verändern sich die Bedingungen deutlich.
Im Frühjahr bleibt das Wasser zunächst kalt. Einige Fischarten stehen noch tiefer, während andere zeitweise in flachere Bereiche ziehen. Die Saison beginnt jedoch nicht automatisch für jeden Zielfisch am selben Tag. Vor allem bei Seeforelle und Hecht muss die aktuelle Freigabe kontrolliert werden.
Spätes Frühjahr und Frühsommer können für Renken interessant sein. Mit steigenden Temperaturen verändert sich ihre bevorzugte Tiefe. Ein Echolot und eine flexible Hegeneführung helfen dabei, die Fische nicht nur am Grund, sondern auch im Mittelwasser zu suchen.
Im Hochsommer nehmen Badebetrieb, Schifffahrt und Bootsverkehr zu. Frühe Morgenstunden bieten dann mehr Ruhe und häufig angenehmere Bedingungen. Tief stehende Fische lassen sich vom Boot besser erreichen, während am Ufer schattige Bereiche und steilere Kanten interessant werden können.
Im Herbst rücken Hechte und Barsche wieder stärker in den Mittelpunkt. Sinkende Wassertemperaturen verändern die Verteilung der Beutefische. Gleichzeitig muss mit raschen Wetterwechseln gerechnet werden. Auf einem tiefen Alpensee kann Wind innerhalb kurzer Zeit unangenehme Wellen erzeugen.
Regeln vor jedem Angeltag kontrollieren
Allgemeine bayerische Schonzeiten und Mindestmaße reichen für die Vorbereitung nicht aus. Der Fischereiberechtigte kann zusätzliche oder strengere Bestimmungen festlegen. Dazu können besondere Schonmaße, Fangbegrenzungen, Köderregeln und gesperrte Bereiche gehören.

Auf der aktuellen Angelkarte sollten deshalb mindestens folgende Punkte geprüft werden:
- Welche Fischarten dürfen derzeit gezielt beangelt werden?
- Welche Schonzeiten und Mindestmaße gelten?
- Wie viele Fische dürfen entnommen werden?
- Wie viele Ruten sind erlaubt?
- Welche Köder und Haken dürfen verwendet werden?
- Wo liegen gesperrte Ufer-, Hafen- oder Zuflussbereiche?
- Welche Regeln gelten für Boote und Motoren?
- Muss eine Fangliste geführt oder zurückgegeben werden?
Forenbeiträge können bei der Reiseplanung helfen, sind aber keine verbindliche Rechtsquelle. Gerade am Tegernsee finden sich online widersprüchliche Angaben zu Schonzeiten, Entnahmeregeln und Bootsmotoren. Im Zweifel zählt ausschließlich die schriftliche Regelung auf dem aktuellen Erlaubnisschein beziehungsweise eine Auskunft der Fischerei.
Ausrüstung und Sicherheit auf dem Tegernsee
Die Ausrüstung richtet sich nach dem Zielfisch. Für Renken wird eine sensible Rute benötigt, die vorsichtige Bisse an der Hegene anzeigt. Beim Schleppfischen auf Hecht oder Seeforelle kommen kräftigere Ruten und Köder zum Einsatz, deren Lauftiefe kontrolliert werden kann. Für Barsche vom Ufer genügt häufig eine leichtere Spinnrute.
Auf dem Boot gehören Schwimm- oder Rettungswesten zur grundlegenden Sicherheitsausrüstung. Zusätzlich sollten Regenkleidung, Sonnenschutz, Trinkwasser und ein vollständig geladenes Mobiltelefon mitgeführt werden. Ein Ruderboot bietet nur begrenzten Schutz, wenn Wind und Wellen zunehmen. Die Wettervorhersage muss deshalb vor der Ausfahrt geprüft und während des Angelns weiter beobachtet werden.
Zur Fischversorgung sollten ein ausreichend großer Kescher zum Angeln, eine Lösezange und ein geeignetes Fischmaßband bereitliegen. Bei tief gefangenen Fischen ist ein zügiger und fachgerechter Umgang besonders wichtig. Unnötig langes Fotografieren sollte vermieden werden.
Alternativen in der Umgebung
Falls am Tegernsee kein geeigneter Uferplatz oder kein Anglerboot verfügbar ist, gibt es im Landkreis Miesbach weitere Gastgewässer. Der Bezirksfischereiverein Miesbach-Tegernsee nennt unter anderem Abschnitte der Mangfall, den Schliersee, den Spitzingsee und den Loidlsee. Verfügbarkeit und Preise unterscheiden sich je nach Gewässer und Saison.
Die Mangfall bei Gmund ist eine mögliche Alternative für Angler, die lieber am Fluss angeln. Eine Angelkarte für den Tegernsee gilt dort jedoch nicht automatisch. Für jedes Gewässer wird der passende Erlaubnisschein benötigt.
Häufige Fragen zum Fischen am Tegernsee
Kann man als Gast am Tegernsee fischen?
Ja, für Gastangler werden Tages-, Wochen- und Monatskarten angeboten. Voraussetzung sind ein gültiger Fischereischein und die entsprechende Angelkarte für den Tegernsee.
Wo kann ich eine Angelkarte kaufen?
Angelkarten sind bei der Fischerei Tegernsee in der Seestraße 42 sowie beim Fischerei Bistro Mai Liabba in Bad Wiessee erhältlich. Vor der Anfahrt empfiehlt sich eine telefonische Nachfrage.
Wie viel kostet eine Tageskarte?
Einen aktuellen Preis veröffentlicht die Fischerei derzeit nicht verlässlich auf ihrer Website. Ältere Preislisten im Internet können überholt sein. Den aktuellen Betrag erfährst du direkt bei der Fischerei Tegernsee unter 08022 1561.
Kann man am Tegernsee vom Ufer angeln?
Grundsätzlich ist Uferangeln möglich. Allerdings sind viele Bereiche privat, stark genutzt oder möglicherweise gesperrt. Welche Abschnitte tatsächlich befischt werden dürfen, sollte beim Kauf der Angelkarte geklärt werden.
Kann man ein Anglerboot mieten?
Der Bootsverleih Rottach-Egern vermietet ausdrücklich Ruderboote an Angler. Eine telefonische Reservierung wird verlangt. Bei anderen Anbietern muss vorher geklärt werden, ob das Angeln vom Mietboot gestattet ist.
Welche Fische lassen sich im Tegernsee fangen?
Zu den offiziell genannten Fischarten gehören Renke, Seesaibling, Seeforelle, Hecht, Barsch, Karpfen, Schleie, Rotauge, Laube und Koppe.
Wann darf man am Tegernsee angeln?
Die allgemeine Fangzeit wird mit dem 1. März bis zum 30. November angegeben. Innerhalb dieses Zeitraums gelten artspezifische Schonzeiten und die zusätzlichen Bestimmungen der aktuellen Angelkarte.
Lohnt sich ein Boot?
Für Renken, Seesaiblinge, Seeforellen und das Angeln im Freiwasser bietet ein Boot deutliche Vorteile. Vom Ufer sind die erreichbaren Plätze und Tiefen begrenzter. Für Barsche, Weißfische und zeitweise auch Hechte kann sich dennoch ein geeigneter Uferplatz lohnen.
Fazit: Tegernsee fischen verlangt gute Vorbereitung
Tegernsee fischen verbindet einen abwechslungsreichen Fischbestand mit der eindrucksvollen Landschaft eines tiefen Voralpensees. Besonders Renken, Seeforellen, Seesaiblinge, Hechte und Barsche machen das Gewässer interessant. Aufgrund der Tiefe und der eingeschränkten Uferzugänge bietet ein Boot häufig die besseren Möglichkeiten.
Vor der Anreise sollten Angler die Fischerei Tegernsee kontaktieren, den aktuellen Kartenpreis erfragen und ein Anglerboot reservieren. Am wichtigsten bleibt die aktuelle Gewässerordnung. Nur sie zeigt, welche Bereiche, Köder, Fangmengen und Schonbestimmungen tatsächlich gelten.
Wer ohne eigene Ortskenntnis anreist, sollte nicht nach angeblich geheimen Hotspots suchen. Eine klare Auskunft der Fischerei, eine Gewässerkarte und eine zum Zielfisch passende Strategie sind die deutlich bessere Grundlage für einen erfolgreichen Angeltag am Tegernsee.






