Wels Montagen: Aufbau und Einsatz in Fluss und See
Geeignete Wels Montagen müssen den Köder zuverlässig am gewünschten Platz halten und zugleich den Kräften eines großen Fisches standhalten. Welche Montage dafür infrage kommt, hängt vor allem von der Strömung, der Wassertiefe, dem Untergrund und der Entfernung zum Angelplatz ab. Außerdem entscheidet der verwendete Köder darüber, wie das Vorfach aufgebaut und im Wasser präsentiert werden sollte.
Im Fluss zählt die Unterwasserposenmontage zu den wichtigsten Systemen. Sie hebt den Köder vom Grund ab und lässt ihn in der Strömung arbeiten. In einem See können dagegen eine einfache Grundmontage, eine Bojenmontage oder eine abgespannte Wels Montage sinnvoller sein. Kein System eignet sich automatisch für jede Situation.
Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Welsmontagen, ihren Aufbau und ihre jeweiligen Einsatzgebiete. Außerdem erfährst du, worauf es bei einer Wels Köderfisch Montage ankommt und welche Fehler beim Auslegen vermieden werden sollten.
| Montage | Geeignet für | Köderposition |
|---|---|---|
| U-Posenmontage | Flüsse und Strömung | über dem Grund |
| Grundmontage | ruhige Bereiche | grundnah |
| Abspannmontage | markante Uferplätze | frei einstellbar |
| Bojenmontage | große Gewässer | frei einstellbar |
| Posenmontage | aktive Platzsuche | Mittelwasser |
Welche Wels Montage passt zu welcher Situation?
Eine Wels Montage sollte immer zum konkreten Angelplatz passen. Eine starke Strömung stellt andere Anforderungen als ein ruhiger Baggersee. Im Fluss muss das Gewicht die Montage sicher halten, während der Köder frei arbeiten und möglichst wenig Treibgut aufnehmen soll. Im Stillwasser spielt dagegen die genaue Positionierung über einer Kante oder in der Nähe eines Hindernisses eine größere Rolle.
Auch die Beschaffenheit des Grundes beeinflusst die Auswahl. Auf sauberem Sand oder Kies kann eine einfache Grundmontage funktionieren. Über Schlamm, Kraut und versunkenem Holz sollte der Köder jedoch angehoben werden. Dadurch bleibt er sichtbar und versinkt nicht im weichen Untergrund.
Vor dem Aufbau lohnt sich deshalb eine genaue Einschätzung des Platzes. Interessante Bereiche sind unter anderem tiefe Rinnen, Außenkurven, Hafeneinfahrten, Strömungskanten, Unterwasserberge und Übergänge zwischen flachem und tiefem Wasser. Weitere Grundlagen zur Platzwahl findest du im Ratgeber zum Angeln auf Wels.
Grundaufbau belastbarer Welsmontagen
Fast alle Welsmontagen folgen einem ähnlichen Grundprinzip. Auf der Hauptschnur befinden sich je nach System ein Gewicht, ein Wirbel und ein kräftiges Vorfach. Am Ende sitzt ein Einzelhaken oder eine Kombination aus Einzelhaken und Drilling. Zusätzliche Bauteile wie Unterwasserpose, Stopper, Reißleine oder Ausleger kommen abhängig von der Montage hinzu.
Alle Bestandteile müssen aufeinander abgestimmt sein. Ein sehr starkes Vorfach hilft wenig, wenn ein kleiner Wirbel oder ein ungeeigneter Knoten die Schwachstelle bildet. Deshalb sollte die gesamte Montage vor dem Angeln unter kontrolliertem Zug geprüft werden. Beschädigte Schnüre, stumpfe Haken und verformte Wirbel gehören sofort ausgetauscht.
Beim Welsangeln kommen häufig abriebfeste Vorfächer zum Einsatz. Das ist besonders wichtig, wenn Muscheln, Steine, Beton, Holz oder andere Hindernisse im Wasser liegen. Die Länge und Stärke des Vorfachs richten sich jedoch nicht nur nach dem erwarteten Fisch, sondern ebenso nach dem Gewässer und der gewählten Präsentation.
Einzelhaken oder zusätzlich ein Drilling?
Ein kompakter Köder lässt sich häufig mit einem einzelnen kräftigen Haken anbieten. Bei einem größeren toten Köderfisch verwenden viele Welsangler dagegen ein System aus Einzelhaken und zusätzlichem Drilling. Dabei muss jede Hakenspitze frei bleiben. Sie darf weder tief im Köder verschwinden noch von Schuppen oder Flossen verdeckt werden.
Mehr Haken bedeuten nicht automatisch mehr gefangene Fische. Ein überladenes System kann den Köder unnatürlich wirken lassen und erschwert einen schonenden Umgang mit dem Fang. Die Anzahl der erlaubten Haken kann außerdem durch den Erlaubnisschein oder die Gewässerordnung begrenzt sein.
U-Posenmontage für Wels
Die U-Posenmontage gehört zu den bekanntesten Wels Montagen für den Fluss. Eine Unterwasserpose sitzt auf dem Vorfach und hebt den Köder über den Grund. In der Strömung beginnt der Köder zu spielen, während das Gewicht die Montage am vorgesehenen Platz hält.

Der grundlegende Aufbau erfolgt in dieser Reihenfolge:
- Zuerst läuft die Hauptschnur zu einem ausreichend belastbaren Wirbel.
- Daran wird das abriebfeste Vorfach befestigt.
- Auf dem Vorfach sitzt die Unterwasserpose.
- Stopper halten die U-Pose in der vorgesehenen Entfernung zum Köder.
- Am Ende des Vorfachs befindet sich das passende Hakensystem.
- Ein Blei oder ein Stein hält die gesamte Wels Montage am Grund.
Die Tragkraft der Unterwasserpose muss zum Köder passen. Eine zu kleine U-Pose kann einen schweren Köder nicht zuverlässig anheben. Ein unnötig großes Modell erzeugt dagegen starken Auftrieb und kann den Köder steif oder unnatürlich präsentieren. Deshalb gilt: nur so viel Auftrieb verwenden, wie für die gewünschte Höhe tatsächlich nötig ist.
Abstand zwischen U-Pose und Köder
Der Abstand entscheidet darüber, wie frei sich der Köder bewegen kann. Sitzt die Unterwasserpose unmittelbar vor dem Köder, wirkt die Präsentation häufig steifer. Bei einem größeren Abstand arbeitet der Köder natürlicher, kann sich jedoch leichter mit dem Vorfach verwickeln.
Eine allgemeingültige Zentimeterangabe gibt es deshalb nicht. Ködergröße, Strömungsdruck und Vorfachlänge müssen zusammenpassen. Vor dem Auslegen lässt sich die Montage am Ufer oder im flachen Wasser testen. Dabei sollte der Köder deutlich angehoben werden, ohne unkontrolliert um das Vorfach zu rotieren.
U-Posenmontage richtig auslegen
Eine lange U-Posenmontage lässt sich nur eingeschränkt werfen. Vom Boot aus kann sie kontrollierter abgelegt werden. Dabei wird zuerst das Gewicht positioniert und anschließend die Montage mit der Strömung gestreckt. So sinkt das Vorfach sauber ab und verwickelt sich seltener.
Wer vom Ufer wirft, sollte den Aufbau kompakter halten. Außerdem muss die Bewegung beim Auswerfen gleichmäßig erfolgen. Ein harter, ruckartiger Wurf kann den Köder beschädigen oder das Vorfach um die Hauptschnur schlagen lassen.
Einfache Grundmontage für Wels
Die Grundmontage besteht aus vergleichsweise wenigen Teilen und eignet sich für ruhige Gewässerabschnitte. Ein Laufgewicht gleitet auf der Hauptschnur und wird durch eine Perle oder einen Stopper vom Wirbel getrennt. Dahinter folgen Vorfach und Haken.
Nach dem Biss kann der Wels zunächst Schnur aufnehmen, ohne sofort den gesamten Widerstand des Gewichts zu spüren. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Hauptschnur problemlos durch das Gewicht laufen kann. Schlamm, Kraut und Äste können diesen Effekt einschränken.
Eine einfache Grundmontage eignet sich besonders für saubere Plätze mit festem Untergrund. Auf weichem Schlamm kann der Köder einsinken. Außerdem sammelt eine direkt am Boden liegende Montage schnell Blätter, Algen und anderes Treibgut ein. In solchen Situationen bietet eine U-Pose oder eine kleine Auftriebshilfe Vorteile.
Abspannmontage für Wels
Bei der Abspannmontage wird die Hauptschnur zu einem festen Punkt geführt. Dieser kann je nach Gewässer beispielsweise ein geeigneter Ast, ein stabiler Pfosten oder eine andere zulässige Befestigungsmöglichkeit sein. Eine Reißleine verbindet die gespannte Hauptschnur mit dem Haltepunkt. Der Köder hängt an der gewünschten Stelle im Wasser.
Beißt ein Wels, trennt sich die Reißleine. Anschließend besteht eine direkte Verbindung zwischen Rute und Fisch. Damit das zuverlässig funktioniert, muss die Reißleine stark genug für Wind, Wellen und Köderbewegungen sein. Gleichzeitig muss sie beim Biss kontrolliert reißen können.
Die Abspannmontage erlaubt eine sehr genaue Köderpräsentation. Der Köder kann knapp über dem Grund, im Mittelwasser oder unmittelbar unter der Oberfläche angeboten werden. Allerdings setzt das System einen geeigneten Platz voraus und darf andere Gewässernutzer nicht gefährden oder behindern.
Nicht jeder vermeintliche Befestigungspunkt eignet sich. Junge Bäume, empfindliche Äste und fremde Gegenstände dürfen nicht beschädigt werden. Außerdem können Gewässerordnungen das Abspannen ausdrücklich untersagen. Vor dem Aufbau müssen deshalb die örtlichen Regeln geklärt sein.
Bojenmontage für Wels
Die Bojenmontage folgt einem ähnlichen Prinzip wie die Abspannmontage. Statt eines Punktes am Ufer dient jedoch eine im Wasser verankerte Boje als Ausleger. Von der Boje führt eine Auslegeschnur zur Reißleine, die wiederum mit der Hauptschnur verbunden ist. Dadurch lässt sich der Köder weit entfernt vom Ufer auf einer genau bestimmten Tiefe anbieten.
Für das Ausbringen wird in der Regel ein Boot benötigt. Zuerst setzt der Angler die Boje und ihre Verankerung. Anschließend befestigt er die Montage an der Auslegeschnur und fährt zurück zum Angelplatz. Dort wird die Hauptschnur gespannt und die Rute sicher fixiert.
Die Bojenmontage eignet sich für große Seen, breite Flüsse und weit entfernte Strukturen. Sie kann allerdings Schifffahrt, Wassersport und andere Angler behindern. Deshalb ist sie nicht überall erlaubt. Markierungen, Beleuchtung, Abstände und zulässige Bereiche richten sich nach den örtlichen Vorschriften.
Ein Schlauchboot fürs Angeln kann beim Ausbringen helfen, sofern das Gewässer den Einsatz erlaubt. Auf großen oder stark befahrenen Gewässern müssen jedoch Wetter, Wind, Strömung und Wellengang berücksichtigt werden. Eine passende Schwimmweste gehört bei jeder Fahrt zur grundlegenden Sicherheitsausrüstung.
Posenmontage für Wels
Mit einer großen Laufpose lässt sich der Köder im Mittelwasser oder knapp über dem Grund präsentieren. Die Schnur läuft durch die Pose, während ein Stopper die Angeltiefe begrenzt. Unterhalb der Pose sorgen Gewichte dafür, dass das Vorfach gestreckt und der Köder auf der gewünschten Tiefe gehalten wird.
Diese Wels Montage eignet sich zum Absuchen größerer Bereiche. Mit Wind oder leichter Strömung kann der Köder langsam über interessante Zonen treiben. Dadurch lassen sich aktive Fische erreichen, die nicht direkt an einem bekannten Standplatz stehen.
Die Drift muss dennoch kontrollierbar bleiben. Eine unkontrollierte Pose kann in Hindernisse, gesperrte Bereiche oder Fahrwasser geraten. Zudem verändert sich die tatsächliche Angeltiefe, sobald Schnurbogen und Strömungsdruck zunehmen.
Wels Köderfisch Montage richtig aufbauen
Bei einer Wels Köderfisch Montage wird ausschließlich ein bereits tierschutzgerecht getöteter Köderfisch verwendet. Lebende Köderfische sind in Deutschland nicht zulässig. Welche Fischarten als Köder verwendet werden dürfen und ob sie aus demselben Gewässer stammen müssen, richtet sich zusätzlich nach dem Landesrecht und der jeweiligen Gewässerordnung.
Ein toter Köderfisch lässt sich mit einer U-Pose, einer Grundmontage, einer Abspannung oder einer Bojenmontage anbieten. Im Fluss sollte seine Kopfseite grundsätzlich in Richtung der Strömung zeigen. Dadurch liegt der Körper stabiler im Wasser und rotiert weniger schnell um das Vorfach.
Bei einem System aus Einzelhaken und Drilling kann der Einzelhaken im festen Kopf- oder Maulbereich sitzen. Der zusätzliche Haken wird weiter hinten am Körper befestigt. Seine Position hängt von der Größe des Köderfisches, der Strömung und der erwarteten Bissrichtung ab. Wichtig ist vor allem, dass der Köder stabil hält und die Hakenspitzen frei bleiben.
Aufgetaute Köderfische können deutlich weicher sein als frische Exemplare. Bei kräftiger Strömung oder weiten Würfen besteht daher die Gefahr, dass sie vom Haken rutschen. Ködergarn oder ein geeignetes elastisches Band kann den Fisch sichern, ohne den gesamten Körper zu verschnüren.
Grundlagen zum Umgang mit toten Köderfischen beschreibt auch der Beitrag zum Angeln auf Zander mit Köderfisch. Haken, Vorfach und Präsentation müssen beim Welsangeln allerdings wesentlich kräftiger ausfallen.
Rotation des Köderfisches vermeiden
Ein steifer oder gekrümmter Köderfisch kann sich in der Strömung wie ein Propeller drehen. Dadurch verdrallt das Vorfach und die Präsentation wirkt unnatürlich. Vor dem Auslegen sollte der Körper deshalb vorsichtig geradegerichtet werden.
Auch ein falsch sitzender Haken kann eine Drehbewegung auslösen. Die Montage sollte den Köder möglichst mittig führen. Ein kurzer Test am Ufer zeigt schnell, ob der Fisch ruhig in der Strömung steht oder sich unkontrolliert überschlägt.
Welsmontagen im Fluss
Bei Welsmontagen im Fluss ist die Strömung der wichtigste Faktor. Sie wirkt nicht nur auf Köder und Vorfach, sondern ebenso auf Hauptschnur, Gewicht und Rutenspitze. Je stärker die Strömung ausfällt, desto stabiler muss das System am Grund liegen.
Ein schweres Gewicht allein löst jedoch nicht jedes Problem. Liegt viel Schnur quer zur Strömung, entsteht ein großer seitlicher Druck. Deshalb sollte die Schnur möglichst direkt und mit einem günstigen Winkel zum Köderplatz verlaufen. Hoch aufgestellte Ruten können dabei helfen, einen Teil der Hauptschnur aus dem Wasser zu halten.
Besonders interessant sind Strömungsschatten, Kehrwasser, Außenkurven, Einläufe und Übergänge zu tiefen Rinnen. Dort können Welse mit geringerem Kraftaufwand stehen und auf vorbeiziehende Beute warten. Eine Welsmontage für den Fluss sollte den Köder nahe an solchen Bereichen anbieten, ohne direkt in einem Hängerfeld zu liegen.
Steinmontage statt Blei
Ein Stein kann als natürliches Absenkgewicht dienen. Er wird mit einer separaten Schnur befestigt und über eine Reißleine mit der Hauptmontage verbunden. Beim Biss trennt sich die Reißleine, sodass der Wels nicht während des gesamten Drills das Gewicht bewegen muss.
Für die Befestigung sollten keine Materialien verwendet werden, die dauerhaft als Müll im Gewässer verbleiben. Außerdem dürfen Steine nicht ohne Erlaubnis aus geschützten Uferbereichen oder dem Gewässer entnommen werden. Auch hier haben die örtlichen Regeln Vorrang.
Treibgut frühzeitig erkennen
Äste, Kraut und Blätter können sich in der Hauptschnur sammeln. Dadurch steigt der Druck auf Rute, Halterung und Reißleine. Eine scheinbar ruhige Montage kann sich dann innerhalb kurzer Zeit verschieben oder auslösen.
Nach Hochwasser und bei stark wechselndem Pegel ist besondere Vorsicht nötig. Die Schnur sollte regelmäßig kontrolliert werden, ohne den Köderplatz ständig zu stören. Sammelt sich wiederholt Treibgut, ist ein anderer Schnurwinkel oder sogar ein anderer Angelplatz meist sinnvoller.
Welsmontagen im See
Im See fehlt häufig die gleichmäßige Strömung, die einen Köder an der U-Pose bewegt. Dafür lässt sich die Montage sehr genau an Kanten, Plateaus, Löchern und Hindernissen positionieren. Grundmontage, Abspannung und Bojenmontage gehören hier zu den verbreiteten Möglichkeiten.

Wind kann im See eine eigene Strömung erzeugen. Dadurch verändern sich Schnurwinkel und Köderposition im Laufe der Nacht. Wer weit draußen angelt, sollte deshalb nicht allein die Wassertiefe berücksichtigen, sondern ebenso die Windrichtung und mögliche Drift.
In stark verkrauteten Seen muss der Köder über den Pflanzen stehen. Eine kleine Auftriebshilfe oder eine abgespannte Montage verhindert, dass er im Kraut verschwindet. Über hartem Kies oder Sand kann dagegen eine einfache grundnahe Präsentation ausreichen.
Weitere Köder für Wels Montagen
Neben toten Köderfischen kommen häufig Tauwurmbündel zum Einsatz. Sie bewegen sich bereits bei geringer Strömung und verbreiten einen deutlichen Geruch. Allerdings können kleinere Fische die Würmer schnell vom Haken zupfen.
Auch Tintenfisch, Fischstücke oder spezielle Pellets werden zum Welsangeln verwendet. Nicht jeder Köder eignet sich für jede Montage. Ein weicher Köder benötigt eine andere Sicherung als ein fester Köderfisch. Pellets kommen zudem häufig in Verbindung mit Haarmontagen zum Einsatz.
Unabhängig vom Köder sollten die örtlichen Bestimmungen geprüft werden. Einige Gewässer schränken bestimmte tierische Köder, Anfüttermengen oder Hakensysteme ein. Der Erlaubnisschein ist daher ein fester Bestandteil der Vorbereitung.
Wels Montage sicher ausbringen
Vor dem Ausbringen sollte die gesamte Montage vollständig vorbereitet sein. Haken, Wirbel, Knoten und Reißleine werden an Land geprüft. Dadurch muss auf dem Boot weniger hantiert werden und die Montage lässt sich kontrollierter ablegen.
Geflochtene Schnur darf niemals um Hand oder Finger gewickelt werden. Unter Spannung kann sie schwere Schnittverletzungen verursachen. Beim Auslegen vom Boot müssen lose Schnurschlaufen außerdem so geführt werden, dass sie nicht an Füßen, Kleidung oder Ausrüstung hängen bleiben.
Nach dem Ablegen kommt die Rute in einen stabilen Halter. Ein großer Wels entwickelt beim Biss erhebliche Kraft. Ein leichter Erdspieß oder eine lose aufgestellte Rute reicht deshalb nicht aus. Bremse, Freilauf und Bissanzeige müssen zur verwendeten Montage passen.
Kescher oder Landehandschuh, Zange und Maßband sollten bereits vor dem Biss griffbereit liegen. Hinweise zu geeigneten Landungshilfen findest du im Beitrag über den Kescher fürs Angeln. Für die anschließende Längenkontrolle hilft ein ausreichend langes Maßband beim Angeln.
Häufige Fehler bei Welsmontagen
Die Montage ist unnötig kompliziert
Viele zusätzliche Wirbel, Perlen und Verbindungsteile schaffen weitere Schwachstellen. Eine Wels Montage sollte nur jene Bauteile enthalten, die für ihre Funktion tatsächlich erforderlich sind. Ein einfacher, sauber aufgebauter Aufbau ist leichter zu prüfen und verursacht weniger Verwicklungen.
Die U-Pose passt nicht zum Köder
Zu wenig Auftrieb lässt den Köder auf den Grund sinken. Zu viel Auftrieb spannt das Vorfach übermäßig und lässt den Köder unnatürlich wirken. Die Kombination sollte deshalb vor dem Auslegen getestet werden.
Die Reißleine ist falsch dimensioniert
Eine zu dünne Reißleine löst bereits durch Wind, Wellen oder Treibgut aus. Eine zu starke Verbindung trennt sich beim Biss möglicherweise nicht zuverlässig. Ihre Stärke muss zur Montage, zur Entfernung und zu den Bedingungen passen.
Der Köder dreht sich in der Strömung
Ein gekrümmter Köderfisch oder ein seitlich sitzendes Hakensystem kann das Vorfach verdrallen. Der Köder sollte gerade ausgerichtet und vor dem endgültigen Ablegen im Wasser kontrolliert werden.
Die Hauptschnur scheuert über Hindernisse
Muschelbänke, Steine und Betonkanten können eine gespannte Schnur schnell beschädigen. Der Verlauf der Hauptschnur gehört deshalb bereits bei der Platzwahl berücksichtigt. Falls nötig, muss der Angelplatz versetzt oder die Schnur anders geführt werden.
Die örtlichen Vorschriften werden übersehen
Bojen, Abspannsysteme, Boote und bestimmte Köder sind nicht an jedem Gewässer erlaubt. Auch Hakenanzahl und erlaubte Angelbereiche können eingeschränkt sein. Deshalb müssen Erlaubnisschein und Gewässerordnung vor dem Aufbau gelesen werden.
Häufige Fragen zu Wels Montagen
Welche Wels Montage eignet sich für den Fluss?
In stärkerer Strömung eignet sich häufig eine U-Posenmontage. Sie hebt den Köder über den Grund und ermöglicht eine bewegliche Präsentation. In ruhigeren Randbereichen kann auch eine einfache Grundmontage funktionieren.
Wie weit sollte die U-Pose vom Köder entfernt sein?
Der passende Abstand hängt von Ködergröße, Strömung und Vorfachlänge ab. Die U-Pose darf den Köder nicht steif wirken lassen, sollte ihn aber zuverlässig anheben. Ein Test im flachen Wasser ist hilfreicher als eine starre Zentimeterangabe.
Welches Gewicht benötigt eine Welsmontage im Fluss?
Das Gewicht muss der Strömung, der Wassertiefe, dem Schnurdruck und der Ködergröße entsprechen. Deshalb gibt es keinen Wert, der für jeden Fluss funktioniert. Die Montage darf sich nicht verschieben, sollte aber auch nicht unnötig schwer aufgebaut werden.
Kann man eine U-Posenmontage auswerfen?
Kompakte U-Posenmontagen lassen sich vorsichtig auswerfen. Lange Vorfächer und schwere Köder verwickeln sich dabei jedoch leicht. Vom Boot aus kann die Montage meist kontrollierter und genauer abgelegt werden.
Wie wird ein toter Köderfisch für Wels montiert?
Im Fluss sollte der Kopf des Köderfisches zur Strömung zeigen. Ein Einzelhaken kann im festen Kopf- oder Maulbereich sitzen, während bei größeren Ködern ein zusätzlicher Haken weiter hinten befestigt wird. Alle Hakenspitzen müssen frei bleiben.
Darf man mit einem lebenden Köderfisch auf Wels angeln?
Nein, lebende Köderfische dürfen in Deutschland nicht zum Angeln verwendet werden. Darüber hinaus können die Bundesländer und einzelne Gewässer festlegen, welche toten Köderfische zulässig sind und woher sie stammen müssen.
Welche Wels Montage eignet sich für einen See?
Auf sauberem Grund bietet sich eine einfache Grundmontage an. Über Kraut oder Schlamm sind Abspann- und Bojenmontagen oft besser geeignet, sofern das Gewässer sie erlaubt. Auch eine Posenmontage kann zum Absuchen größerer Bereiche sinnvoll sein.
Muss eine Wels Montage immer mit dem Boot ausgelegt werden?
Nein. Grundmontagen und kompakte U-Posenmontagen können vom Ufer ausgeworfen werden. Bojenmontagen und weit entfernte Abspannsysteme lassen sich dagegen meist nur mit einem Boot kontrolliert ausbringen.
Fazit: Wels Montagen an den Angelplatz anpassen
Die passende Wels Montage richtet sich nach Strömung, Tiefe, Untergrund und Köder. Im Fluss sorgt eine U-Posenmontage häufig für eine saubere Präsentation über dem Grund. In ruhigen Bereichen genügt unter Umständen eine einfache Grundmontage. Abspann- und Bojenmontagen ermöglichen dagegen eine sehr genaue Positionierung auf frei gewählter Tiefe.
Unabhängig vom System müssen alle Teile ausreichend belastbar und sauber aufeinander abgestimmt sein. Besonders wichtig sind abriebfeste Schnüre, zuverlässige Knoten und frei stehende Hakenspitzen. Bei einer Wels Köderfisch Montage verhindert eine gerade Ausrichtung, dass sich der tote Köderfisch in der Strömung dreht.
Vor jedem Einsatz sollten außerdem Erlaubnisschein und Gewässerordnung geprüft werden. Das gilt besonders für Boote, Bojen, Abspannpunkte, Köderfische und die erlaubte Hakenanzahl. Eine einfache, geprüfte und passend platzierte Montage ist am Ende zuverlässiger als ein kompliziertes System mit unnötig vielen Bauteilen.



