Mondkalender Angeln: Die besten Fangzeiten für deinen Standort
Beim Angeln entscheiden oft viele Faktoren darüber, ob ein Tag erfolgreich wird oder ohne Biss endet. Wetter, Wassertemperatur, Jahreszeit, Gewässer und die Wahl des richtigen Angelplatzes spielen eine wichtige Rolle. Viele Angler achten zusätzlich auf den Mond. Unser Mondkalender fürs Angeln berechnet deshalb für deinen Standort die aktuelle Mondphase sowie wichtige Sonnen- und Mondereignisse und leitet daraus die Fangzeiten nach der Solunar-Theorie ab.
Anders als bei einem allgemeinen Angel Mondkalender für ganz Deutschland werden die Zeiten nicht pauschal für einen einzigen Ort angegeben. Gib einfach deinen Standort oder deine Postleitzahl ein. Der Kalender berechnet anschließend die Werte passend zu deiner Region. Neben dem aktuellen Tag kannst du die nächsten sieben Tage sowie einen 30-Tage-Fangzeitenkalender ansehen.
Wichtig: Die angezeigte Aktivität ist keine Fanggarantie. Der Mond kann einer von mehreren Einflussfaktoren beim Angeln sein. Deshalb betrachten wir die Solunar-Zeiten als zusätzliche Orientierung für die Planung eines Angeltages und nicht als Vorhersage, dass ein Fisch zu einer bestimmten Uhrzeit beißen wird.
Fischenlernen.de Angel-Mondkalender
Mondkalender & Fangzeiten für deinen Standort
Berechnet Mondphase, Mondauf- und -untergang, Sonnenzeiten sowie Solunar-Haupt- und Nebenzeiten anhand deines Standorts.
7-Tage-Vorschau
Die Zeiten werden für den ausgewählten Standort und dessen lokale Zeitzone berechnet.
30-Tage-Fangzeitenkalender
Die besten Fangzeiten orientieren sich an den Mondtransiten. Weitere Fangzeiten ergeben sich aus Mondaufgang und Monduntergang.
| Datum | Mond | Aktivität | Beste Fangzeiten | Weitere Fangzeiten | Sonne |
|---|
Wie funktioniert unser Mondkalender beim Angeln?
Die Berechnung basiert auf astronomischen Ereignissen von Sonne und Mond für den ausgewählten Standort. Dazu gehören unter anderem Mondaufgang, Monduntergang sowie die Zeitpunkte, zu denen der Mond seinen oberen beziehungsweise unteren Transit erreicht.
Genau hier liegt ein wichtiger Unterschied zu einfachen Tabellen mit vermeintlich guten und schlechten Angeltagen. Die astronomischen Ereignisse finden abhängig vom Standort zu unterschiedlichen Uhrzeiten statt. Wer beispielsweise im Süden Deutschlands angelt, bekommt deshalb nicht zwangsläufig dieselben Zeiten angezeigt wie ein Angler im Norden.
Aus diesen Daten werden die sogenannten Solunar-Zeiten bestimmt. Die zugrunde liegende Solunar-Theorie geht davon aus, dass die Aktivität von Fischen und anderen Tieren mit bestimmten Positionen von Sonne und Mond zusammenhängen kann. Daraus ergeben sich zwei Arten von Zeitfenstern.
| Anzeige im Kalender | Grundlage | Zeitraum |
|---|---|---|
| Beste Fangzeiten | oberer oder unterer Mondtransit | etwa 2 Stunden |
| Weitere Fangzeiten | Mondaufgang oder Monduntergang | etwa 1 Stunde |
| Aktivität | Solunar-Bewertung des Tages | 1 bis 5 Sterne |
Die Berechnung macht aus einer astronomischen Größe allerdings keine Gewissheit über das Verhalten der Fische. Ein Fünf-Sterne-Tag bedeutet daher nicht automatisch, dass du mehr fängst als an einem Tag mit drei Sternen.
Was bedeuten die besten Fangzeiten?
Die im Kalender als beste Fangzeiten bezeichneten Zeiträume entsprechen den klassischen Major Periods der Solunar-Theorie. Ihr Mittelpunkt liegt jeweils am oberen beziehungsweise unteren Mondtransit.
Unser Kalender zeigt um diesen Zeitpunkt ein zweistündiges Zeitfenster an. Liegt der entsprechende Mondtransit beispielsweise um 14:05 Uhr, wird daraus eine beste Fangzeit von ungefähr 13:05 bis 15:05 Uhr.
Davon zu unterscheiden sind die weiteren Fangzeiten. Sie orientieren sich an Mondaufgang und Monduntergang und umfassen jeweils ungefähr eine Stunde.
Du musst deshalb keinesfalls deine Rute einpacken, sobald eine dieser Uhrzeiten vorbei ist. Die Zeiten sind vielmehr eine zusätzliche Information, die du gemeinsam mit den tatsächlichen Bedingungen am Wasser betrachten kannst.
Gerade wenn ich ohnehin einen kompletten Angeltag plane, würde ich beispielsweise nicht ausschließlich anhand des Mondkalenders entscheiden, ob ich überhaupt ans Wasser fahre. Wenn sich eine errechnete gute Aktivitätsphase aber mit einer ohnehin interessanten Tageszeit und passenden Bedingungen überschneidet, ist das für die Planung deutlich interessanter.
Hat der Mond wirklich Einfluss auf das Angeln?
Beim Thema Mond und Fische sollte man zwischen Angeltradition, Solunar-Theorie und wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhängen unterscheiden. Es gibt tatsächlich wissenschaftliche Untersuchungen, in denen Zusammenhänge zwischen Mondphase und Fangrate festgestellt wurden. Die Ergebnisse sind allerdings keineswegs bei allen Fischarten und Untersuchungen gleich.
Eine deutsche Untersuchung zum Hechtangeln stellte beispielsweise höhere Fangraten rund um Voll- und Neumond fest. Gleichzeitig hatten auch Wassertemperatur, Wind, Tageszeit und der vorherige Angeldruck einen signifikanten Einfluss. Der Angeldruck der vorangegangenen Tage zeigte in dieser Untersuchung sogar den stärksten Effekt.
Eine sehr große Untersuchung von mehr als 340.000 gefangenen Muskellungen fand ebenfalls einen Zusammenhang mit dem Mondzyklus. Der durchschnittliche maximale Effekt fiel mit ungefähr fünf Prozent allerdings relativ überschaubar aus.
Andere Untersuchungen kommen wiederum zu deutlich schwächeren oder artspezifischen Ergebnissen. Bei einer Studie zum Gestreiften Marlin erklärte die Mondphase weniger als ein Prozent der Variation der Fangrate, während die Wassertemperatur einen wesentlich größeren Einfluss hatte. Untersuchungen verschiedener Meeresfische zeigen ebenfalls, dass ein Mondeffekt bei manchen Arten erkennbar ist und bei anderen nicht.
Die vernünftige Schlussfolgerung lautet deshalb nicht, dass der Mond beim Angeln bedeutungslos ist. Genauso wenig lässt sich aber seriös behaupten, dass bestimmte Mondstände automatisch hervorragende Fänge bedeuten.
Unser Mondkalender zeigt deshalb Solunar-Aktivität und keine garantierte Beißaktivität.
Vollmond oder Neumond: Was ist besser zum Angeln?
Eine allgemeingültige Antwort für alle Fischarten gibt es nicht. Schon wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Zusammenhänge artspezifisch ausfallen können.
Bei Untersuchungen zum Hechtangeln wurden beispielsweise höhere Fangraten sowohl rund um Vollmond als auch rund um Neumond festgestellt. Andere Untersuchungen zu verschiedenen Fischarten zeigen wiederum abweichende Muster.
Besonders beim Nachtangeln kommt noch ein offensichtlicher Unterschied hinzu: die Helligkeit. Eine klare Vollmondnacht bietet völlig andere Lichtverhältnisse als eine dunkle Neumondnacht. Das kann wiederum das Verhalten von Räubern und Beutefischen beeinflussen.
Deshalb zeigt unser „Mondkalender Angeln“ nicht einfach nur „Vollmond = gut“ oder „Neumond = schlecht“. Stattdessen werden verschiedene astronomische Ereignisse und ihre zeitliche Lage berücksichtigt.
Warum Wetter und Gewässer trotzdem wichtiger sein können
Ein Mondkalender kann bei der Planung helfen, sollte aber nie der einzige Grund für die Wahl eines Angeltages sein. Wer nur auf die Sterne im Kalender schaut und die tatsächlichen Bedingungen am Gewässer ignoriert, lässt einen großen Teil der relevanten Informationen außer Acht.
Besonders wichtig können sein:
- Wassertemperatur und Jahreszeit
- Tageszeit und Lichtverhältnisse
- Wind und Wetterentwicklung
- Wasserstand und Strömung
- Sauerstoffgehalt
- natürliche Nahrung im Gewässer
- Angelplatz und Gewässerstruktur
- Zielfisch und dessen saisonales Verhalten
- Angeldruck
Welche Faktoren besonders wichtig sind, hängt zudem vom Zielfisch ab. Ein Zander verhält sich nicht automatisch genauso wie ein Karpfen, Hecht, Wels oder eine Forelle.
Das ist auch der Grund, warum wir bewusst keine Aussage wie „Heute ist der perfekte Angeltag“ ausgeben. Die astronomischen Daten lassen sich berechnen. Das Verhalten eines wild lebenden Fisches lässt sich daraus allein dagegen nicht exakt vorhersagen.
Mondkalender zum Angeln auf Hecht
Gerade beim Hecht ist der mögliche Zusammenhang interessant, weil es hierzu Daten aus einer experimentellen Angelfischerei in einem deutschen See gibt. Dort waren die Fangraten unter anderem rund um Voll- und Neumond erhöht. Gleichzeitig spielten aber auch Wind, Wassertemperatur, Dämmerung und vorausgegangener Angeldruck eine Rolle.
Für die Praxis bedeutet das: Einen interessanten Mondzeitraum kann man durchaus in seine Planung einbeziehen. Wenn gleichzeitig Wind, Temperatur und Tageszeit passen, wird die Information wesentlich interessanter als die Mondphase allein.
Mondkalender zum Zanderangeln
Beim Zander spielen Lichtverhältnisse eine besondere Rolle. Für die Planung würde ich deshalb Dämmerung, Nacht, Wetter und Gewässerbedingungen mindestens genauso stark berücksichtigen wie die Mondphase.
Wer gezielt mit Naturködern losziehen möchte, findet in unserem Ratgeber zum Angeln auf Zander mit Köderfisch die passenden Montagen und Grundlagen. Der Mondkalender kann ergänzend genutzt werden, um interessante Zeitfenster für den geplanten Angeltag zu vergleichen.
Mondkalender zum Welsangeln
Auch beim Wels wäre es zu einfach, den Angelerfolg ausschließlich an Vollmond oder Neumond festzumachen. Standort, Gewässer, Wassertemperatur, Jahreszeit und die Aktivität der Fische bleiben entscheidend.
Wer einen Ansitz plant, kann die berechneten Zeiten dennoch als zusätzliche Orientierung verwenden. Besonders praktisch ist dabei die 30-Tage-Ansicht, wenn mehrere mögliche Termine zur Auswahl stehen.
Mehr zur eigentlichen Angelei findest du in unserem ausführlichen Ratgeber zum Angeln auf Wels. Dort geht es um Köder, Montagen, geeignete Plätze und die praktische Vorgehensweise.
So nutze ich den Angel Mondkalender sinnvoll
Ich würde zunächst den tatsächlichen Angeltermin und die Bedingungen betrachten und anschließend den Kalender hinzunehmen. Bei einem geplanten Angeltag lässt sich beispielsweise prüfen, ob eine der berechneten besten Fangzeiten mit Sonnenaufgang, Sonnenuntergang oder der bevorzugten Angelzeit zusammenfällt.
Das ist wesentlich sinnvoller, als einen kompletten Angeltag ausschließlich nach einer Sternebewertung auszuwählen.
Wer seine eigenen Fänge über längere Zeit dokumentiert, kann außerdem selbst beobachten, ob sich am eigenen Gewässer ein Muster erkennen lässt. Dafür lohnt es sich, neben Fang und Uhrzeit auch Wetter, Temperatur, Köder und andere Bedingungen festzuhalten. Unser Fangbuch Angeln als PDF kannst du dafür kostenlos herunterladen und für deine eigenen Aufzeichnungen verwenden.
Gerade solche eigenen Daten sind interessant. Vielleicht stellst du nach einer Saison fest, dass deine besten Fänge tatsächlich häufiger in bestimmten Mondphasen lagen. Vielleicht waren bei deinem Zielfisch aber auch Windrichtung, Temperatur oder Tageszeit wesentlich aussagekräftiger.
Warum der Standort für den Mondkalender wichtig ist
Ein pauschaler Mondkalender für Deutschland ist praktisch, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Astronomische Ereignisse finden nicht überall zur exakt gleichen lokalen Uhrzeit statt.
Deshalb fragt unser Rechner nach deinem Standort. Aus den geografischen Koordinaten werden die entsprechenden Sonnen- und Mondereignisse für deine Region berechnet. Du kannst damit denselben Kalender beispielsweise für den Bodensee, Hamburg, Berlin oder ein Urlaubsziel verwenden.
Die Standortangabe macht vor allem bei den konkreten Uhrzeiten einen Unterschied. Die grundlegende Mondphase ist natürlich nicht plötzlich eine andere, nur weil du einige hundert Kilometer weiterfährst.
Was bedeuten die Sterne im Mondkalender?
Die Bewertung von einem bis fünf Sternen fasst die Solunar-Aktivität kompakt zusammen.
⭐⭐⭐⭐⭐ bedeutet deshalb nicht „sehr hohe Fanggarantie“. Die Bewertung zeigt lediglich, dass der betreffende Tag nach den Kriterien unseres Solunar-Modells besonders interessant ist.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Wir könnten jedem Vollmondtag fünf Sterne geben und behaupten, dass die Fische hervorragend beißen werden. Das würde jedoch eine Genauigkeit suggerieren, die ein Mondkalender nicht bieten kann.
Nutze die Sterne daher am besten zum Vergleichen mehrerer Tage, nicht als alleinige Entscheidung darüber, ob sich Angeln lohnt.
Häufige Fragen zum Mondkalender beim Angeln (FAQ)
Welche Mondphase ist am besten zum Angeln?
Eine für sämtliche Fischarten und Gewässer nachweislich beste Mondphase gibt es nicht. Untersuchungen zeigen teilweise Zusammenhänge mit Voll- oder Neumond, die Ergebnisse unterscheiden sich jedoch zwischen Arten und Gewässern. Auch andere Umweltbedingungen können einen stärkeren Einfluss auf die Fangrate haben.
Was ist eine Solunar-Hauptzeit?
In unserem Kalender nennen wir sie verständlicher „Beste Fangzeit“. Sie umfasst ungefähr zwei Stunden rund um einen oberen oder unteren Mondtransit und entspricht der sogenannten Major Period der Solunar-Theorie.
Was ist eine Solunar-Nebenzeit?
Die „Weitere Fangzeit“ orientiert sich an Mondaufgang beziehungsweise Monduntergang. Unser Kalender zeigt dafür jeweils ein Zeitfenster von ungefähr einer Stunde an.
Sind die Fangzeiten eine Fanggarantie?
Nein. Sie sind ausschließlich eine Orientierung nach der Solunar-Theorie. Wetter, Wassertemperatur, Jahreszeit, Angelplatz, Fischbestand und viele weitere Faktoren werden dadurch nicht ersetzt.
Muss ich meinen Standort angeben?
Für möglichst passende Uhrzeiten ja. Der Kalender benötigt einen Standort, weil Sonnen- und Mondereignisse geografisch abhängig sind. Alternativ kannst du einen Ort oder eine Postleitzahl eingeben.
Kann ich den Mondkalender für ganz Deutschland verwenden?
Ja. Du kannst einen beliebigen Standort eingeben und die Fangzeiten dafür berechnen lassen. Dadurch eignet sich der Kalender sowohl für das heimische Gewässer als auch für einen Angelurlaub.
Wie weit im Voraus kann ich die Fangzeiten sehen?
Die Seite zeigt neben dem ausgewählten Tag eine 7-Tage-Vorschau und einen 30-Tage-Fangzeitenkalender. Da die zugrunde liegenden Sonnen- und Mondpositionen astronomisch berechnet werden, müssen die Daten nicht jeden Monat manuell aktualisiert werden.
Fazit: Mondkalender als zusätzliche Hilfe bei der Angelplanung
Ein Mondkalender zum Angeln kann eine interessante zusätzliche Hilfe sein, wenn du deinen nächsten Angeltag planst. Mondphase, Mondaufgang, Monduntergang und Mondtransite lassen sich für einen Standort präzise bestimmen. Deutlich schwieriger ist die Frage, welchen Einfluss diese Faktoren tatsächlich auf einen bestimmten Fisch in einem bestimmten Gewässer haben.
Genau deshalb verbindet unser „Mondkalender Angeln“ die astronomischen Daten mit einer Solunar-Auswertung, ohne daraus eine Fanggarantie zu machen. Nutze die besten und weiteren Fangzeiten als zusätzliche Orientierung und kombiniere sie mit deinen Erfahrungen am Gewässer, Wetter, Jahreszeit und dem Verhalten deines Zielfisches.
Am Ende entscheidet nicht der Kalender darüber, ob ein Fisch beißt. Aber wenn du ohnehin zwischen mehreren Tagen oder Uhrzeiten wählen kannst, liefert er dir eine weitere Information für deine Planung.